Anstöße.

“Du wirkst auf mich schon die ganzen letzten Wochen so einsam und ich weiß nicht ob du dich einsam machst oder ob das von außen kommt.”

“Man muss immer entscheiden ob man Beziehungen so wie sie sind weiter tragen kann. Auch Freundschaften.”

“Du kannst da nichts daran ändern und musst einfach bei dir bleiben.”

“Vielleicht solltest du deinen Blick mal darauf richten, wieso du dir immer diese Sorte Mann aussuchst.”

“Du solltest schauen, dass du die Zeit bis zur Klinik möglichst gut herum bekommst. Nicht einfach nur überleben, denn das machst du ausgezeichnet. Sondern auch gut nutzen.”

“Würdest du denn den Weg über die Notfall-Einweisung gehen wollen?”

“Welche Säulen hast du denn in deinem Leben?”

Irrglaube.

Vllt. hätte ich es mir denken können. Vllt. hätte es mir klar sein können. Dass alles was ich hoffe und glaube eine reine Illusion ist. Dass es natürlich nicht so kommen wird wie ich mir das denke. Dass sämtliche Hoffnungen enttäuscht werden würden. Das hätte ich mir denken können. Vielleicht. 

Aber ich hätte niemals geglaubt, dass du deine Schiene bis zum bitteren Ende fährst. Ich hätte niemals geglaubt, dass du deinen Egotrip über alle Konsequenzen hinweg durchziehst. Wegen Nichtigkeiten. Niemals wäre ich davon ausgegangen, dass du sämtlichen Respekt und sämtliche Achtung mir gegenüber so mit Füßen trittst, wenn es nicht in deinen Plan passt. Wenn ich nicht so funktioniere wie du es gerade für richtig hältst. 

Nein, ich wäre niemals auch nur im Ansatz davon ausgegangen, dass du so weit gehst. Überhaupt so weit gehen kannst.

Auf die Meinung der Gesellschaft scheißen ist die eine Sache. Nicht mal die Menschen wertschätzen zu können, die einem angeblich was bedeuten ist eine verdammt traurige Angelegenheit. 

Nur dummerweise gehe ich davon aus, dass ich diejenige bin die daran kaputt gehen wird. Während du einfach weiter machst. Ohne mich.