Fortsetzung: Castingalarm.

Ja, ich gestehe. Aktuell bin ich nicht wirklich. Und jetzt 20 Minuten vor der nächsten Show mit dem Artikel anfangen ist vllt. auch nicht SO optimal. Aber auch wenn ich es nicht sofort veröffentlichen sollte, so möchte ich mich doch vor der Show auslassen.

Möchte meine Favoriten noch mal auf den Punkt bringen und vor allem auch eine Entdeckung von gestern Nacht mit euch teilen. *g*

Und ich mache es auch kurz und schmerzlos.

Ich möchte, dass folgende Künstler weiterkommen:

Kim (Team Nena), Ramona (Team Boss Hoss), Percival (Team Rea) und Max! (Team Xavier)

Letzterer hat sich zu meinem absoluten Favoriten gemausert. Nicht zuletzt, weil ich gestern beim Stöbern folgendes gefunden haben:

Ich bin jedenfalls unglaublich begeistert.

Und obwohl ich noch nicht drüber geschrieben habe. Ich habe natürlich auch die letzten beiden „Unser Star für Baku“-Shows geschaut. Und bin aus allen Wolken gefallen. Ich habe es häufig, dass ich ein Gesicht sehe und/oder einen Namen lese und weiß: Die Person kennst du! So ging es mir auch letzten Freitag als ich auf der Internetseite der Show nach einem Stream suchte, da ich die Sendung mal gekonnt verpennt hatte. Wie immer ließ es mir auch diesmal keine Ruhe, ich habe gegoogelt und habe herausgefunden woher ich Sebastian Dey kenne. Es muss etwa 2005 oder 2006 gewesen sein, als ich ihn auf einer kleinen Bühne in Mülheim zusammen mit seiner Band „Die kaum Unglaublichen“ gesehen habe. Schöner deutscher Punk. Mittlerweile heißt seine Band „Das Expeditionsteam“ und trifft nicht mehr so ganz meinen Geschmack. Ich habe mich dennoch wahnsinnig gefreut, dass er bereits zweimal weiter ist. Und wünsche ihm auch weiterhin viel Erfolg. Denn irgendwie ist es doch anders, wenn man jemanden im TV sieht, der mal nur 5 Meter vor einem stand. Und mit so wundertoller Musik habe ich ihn damals live gesehen xD

Abstand.

Nun war es dann heute so weit. Ich bin mit einem Tag Verspätung in den Zug gestiegen und die 3,5 Stunden zu meiner Mutter gefahren. Hier werde ich nun 2 Wochen bleiben – sollte die Katze aus irgendeinem Grund absagen – vllt. auch länger.

Hauptgrund dafür ist nun eigentlich die gute Erfahrung vom letzten Jahr. Ich war auch letztes Jahr zwei Wochen zum Lernen hier und habe danach meine Klausur gut bestanden. Letztes Jahr war es sogar kurzfristiger. Nachdem ich zu Hause war hatte ich da nur noch eine Woche bis zur Klausur. Diesmal bleiben danach noch 3,5 Wochen zu Hause in denen ich auf dem Lernfundament aufbauen könnte. Dafür hab ich dieses Semester bisher auch weniger getan. ^^

Nebeneffekt an der Lernreise ist natürlich der Abstand vom mich im Moment überrollenden Alltag. Ich habe hier nicht viel mehr zu tun als schlafen, essen und lernen. Alles andere ist Zugabe. Yoga habe ich trotzdem geplant. Auch wollen Mama und ich vllt. mal cachen gehen. Und Auto fahren. Natürlich Auto fahren. Denn Auto fahren ist entspannender als 50x Badewanne zusammen. Und auf letztere muss ich hier ja verzichten.

Der Service hier ist super. Das Auto ist vollgetankt, in der Wohnung wurde mir ein Rechner zusammen gezimmert (dem alten Laptop durfte ich Weihnachten beim Sterben zusehen) und Kaffee kann ich mir auf vier verschiedene Weisen kochen. Abgesehen davon werde ich bekocht, muss die Einkäufe nicht selbst zahlen, schlafe auf einer viel bequemeren Matratze und Schimmel konnte ich bisher auch nicht entdecken. ^^

Nachteile sind allerdings wie gesagt die fehlende Badewanne, dass mir meine Katzen jetzt schon fehlen und ich ein unsagbar schlechtes Gewissen habe und dass hier zwei Straßen weiter gestern eingebrochen wurde. Da habe ich mit meiner Erdgeschoss Wohnung gerade recht wenig Interesse dran. Zumal es vom Diebesgut her aussah als wären es verzweifelte Diebe gewesen. Und verzweifelten Leuten stellt man sich bekanntlich besser nicht in den Weg.

Ich hoffe, dass ich hier ein wenig zur Ruhe komme. Meine Depression sich verpisst und ich mir auch über das ein oder andere mal klar werde. Immerhin hab ich vorhin im Zug schon den Brief an meine Brieffreundin geschrieben… der war auch erst 1,5 Jahre überfällig…

Anwesend bin ich hier natürlich trotzdem. Wahrscheinlich sogar mehr als zu Hause. Hier lenkt keine Zockerei ab. Und vllt. installiert ich mir auch noch mal Skype… ;)

Domian – Themennacht: Ich will da raus!

Domian möchte mit Menschen reden die in einer unerträglichen Lebenssituation sind und aus dieser raus wollen. Wer die Sendung hören möchte, kann sie hier herunterladen.

Es waren auf jeden Fall viele unterschiedliche Geschichten. Aber meinen Senf könnte ich zu allen dazu geben. Auch wenn ich feststelle, dass das Ganze schwerer ist als ich mir vorgestellt habe.

Zuerst die 55 jährige Frau mit vielen chronischen Erkrankungen. 1980 erkrankt. Arbeitsunfähig seit ’99. Wie kann man so etwas so lange ertragen?Über 30 Jahre krank. Ich weiß nicht, ob ich die Kraft hätte. Denn Besserung ist nicht in Sicht. Sie steckt in einer Beziehung mit einem Mann der wusste, dass sie krank ist, es sich aber nicht so schlimm vorgestellt hat. Kennengelernt über eine Partnervermittlung. Domian stellt es sich schwer vor als kranker Mensch einen neuen Partner zu finden. Und ich denke das können die meisten Leser hier unterschreiben… Und ich frage mich: Wenn man sich in einer Vermittlung kennen lernt und Bescheid weiß, warum lässt man sich als Mann darauf ein, wenn man absolut nicht damit umgehen kann? Es geht um chronische Schmerzen, Operationen und durchgehende Gabe von Morphium. Entweder Schmerzen oder vollständig weggetreten. Warum lässt sich ein aktiver Sportler auf so eine Beziehung ein? Ich kann es nicht nachvollziehen. Denn im Endeffekt leidet sie jetzt unter dem schlechten Gewissen ihm gegenüber. Ihm nicht gerecht werden zu können. In keiner Form. Und warum genau ist direkt das erste Thema so verdammt passend? ^^

Der 56 jährige Mann, der nach Portugal ausgewandert ist, dort seit ’99 eine Beziehung führt und aus der raus will. Aber wenn es darum geht etwas dafür zu tun? Fehlanzeige. „Ich armer hilfloser Mann, weiß einfach nicht was ich tun soll.“ Obwohl die Antwort von außen betrachtet eigentlich klar ist. Aber es ist ja häufig so. Von Außen erkennt man den Weg. Derjenige der drinnen steckt kommt nicht von der Stelle. Trotzdem. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Irgendwie ist er mir unsympathisch. Aber vllt. muss man das selbst hören um es zu verstehen. Etwa bei Minute 15.

Die Ich-habe-das-Alter-nicht-gehört Krankenschwester, die seit September die Diagnose Brustkrebs hat. Metastasen, zwei OP’s, mit schlechter Prognose. Und einem Selbstmordpakt mit ihrem Mann. Dummerweise ist der nun selbst krank und hat plötzlich andere Pläne. Und den Rest der Geschichte versteht man schon nicht. Frau heult und schnieft. Ich verstehe sie nicht und würde gerne vorspulen. Frage mich auch wieso er das Gespräch nicht unterbricht. Tut er bei Tonstörungen sonst auch. Ich empfinde sie leider gerade als Tonstörung. :/ 

47-jährige Frau die sich räumlich von ihrem Mann getrennt hat. 17 Jahre verheiratet. 2 gemeinsame Kinder. Hat ihn verlassen, weil sie mit seiner psychischen Erkrankung nicht mehr klar kommt und er sich nicht genug Hilfe sucht. Angst davor, dass die Kinder leiden wenn sie es wirklich durchzieht. Dass er sich dann – wie angedroht – die Kugel gibt. Stalken und Schlagen alleine reicht ja nicht. Domian wird wütend. Ich auch. Ohne Kinder wäre die Entscheidung klar. Liebe Frau, höre auf ein spätes Scheidungskind: Je früher du gehst, desto besser. Ich kann es nur immer wieder sagen. Das ist keine Zwickmühle. Das ist eine eindeutige Angelegenheit. 

Sandra 26. Will aus ihrem Übergewicht raus. 1,75m + 185kg. Domian sagt: „Das ist ein Tick zu viel.“ An manchen Tagen ist sie strikt. 1000 Kalorien. An anderen dann 30000. Fress-Attacken. In dem Ausmaß übersteigt es meine Vorstellungskraft. Allerdings tut es das schon, wenn sie sagt, dass sie ihr Gewicht erst ab 135kg problematisch fand. Psychische Probleme führen zum Übergewicht. „Ich habe eine unglaublich grauenvolle Familie…“ Ignoriert werden. Behandelt als wäre sie nicht da. So vieles. Ja. Arme Sau. Ernsthaft.

„Du musst die Therapie durchziehen“ sagt Domian. Von ihr ein langgezogenes „Okaaay…“ Immer wieder das gleiche. Menschen die Hilfe suchen. Aber im Endeffekt dann doch keine haben wollen.  Sie reagiert auf den Vorschlag einer Therapie als hätte er ihr geraten auf den Mond zu fliegen. Meiner Meinung nach. Ich frage mich ernsthaft was sie von ihm jetzt hat hören wollen. Ganz ernsthaft. Und ich würde sie das auch gerne fragen. Ohne Therapie wird es aber wohl nicht gehen. Und ja… auch ich habe eine Weile gebraucht um das einzusehen. Und sicher sehe ich auch jetzt noch nicht alles (ein) was man so (ein)sehen könnte. Aber ärztliche und psychologische Hilfe bleibt in vielen solcher Fälle nun Mal der beste erste Weg.

Jetzt habe ich diesen Artikel fertig. 1 Stunde bevor die nächste Themennacht beginnt. So war das nicht geplant. Und zufrieden bin ich auch nicht. Ich kann nicht wirklich greifen was und wie ich schreiben wollte… aber irgendwie… anders. Nun ja.. möglicherweise entwickelt sich das ja auch noch irgendwie.

Aktuell.

Die letzte Woche bin ich wieder ausgewichen. Dem Schreiben über mich und meine Gefühle. Nach dem … kann man es Nervenzusammenbruch nennen? … vom Samstag ging es die ersten beiden Tage nicht so gut. Die meiste Zeit geschlafen. Nicht wirklich irgendwas getan. 

Mittlerweile bin ich ruhig. Emotional irgendwie relativ neutral. Ich habe keine überemotionalen Anfälle mehr gehabt. Sofern ich mich erinnere. Abgesehen von den Tränen in der Betreuung als ich sie auf den neusten Stand gebracht habe. Und das war glaub ich auch gar nicht so überemotional. Ich habe gelacht, ich kann mich freuen. Ich gehe nur relativ traurig ins Bett. Aber auch da glaube ich, dass es okay ist. Dass es im normalen Rahmen ist und dass es kein Überreagieren ist, welches mit den Medikamenten verschwinden würde. Und ob ich überhaupt so betäubt sein wollen würde. 

Es geht mir nicht gut, aber es ist machbar. Und ich werde am Donnerstag oder Freitag zu meiner Mutter fahren, mich dort einsperren und zwei Wochen lernen. Vielleicht klappt die Klausur ja doch noch. Ging ja schon mal gut.

Vielleicht tut mir der Abstand von allem gut. Auch wenn ich mich mies fühle, wenn ich an die Babys denke. Sie hätten so viel mehr verdient.