Einfach Schwimmen.

Heute ist mal wieder einer dieser Tage die ich ohne weiteres als absolut unproduktiv bezeichnen würde. Ein Tag bei dem ich rein oberflächlich betrachtet sagen würde, dass er nichts gebracht hat, völlig überflüssig gewesen ist und mich einfach null vorwärts gebracht hat. Aber muss einen jeder Tag vorwärts bringen? Muss man an jedem Tag etwas außergewöhnliches leisten? Mein krankes, eng mit dem Perfektionismus verbundenes „Ich“ würde sagen: „Ja, natürlich.“ Genauso wie ich den Anspruch an mich habe den perfekten Blogeintrag zu schreiben, so habe ich natürlich auch den Anspruch, dass jeder Tag außergewöhnlich und besonders ist. Das „Ich“, welches näher an der Realität existiert, weiß im Inneren, dass es nicht so sein muss. Dass Tage auch schön sein können, wenn man nichts überragendes geleistet hat. Dass nicht an jedem Tag der Grundstein für etwas Neues gelegt werden muss und dass man auch nicht an jedem Tag einen großen Schritt weiter nach vorne laufen muss. Nur mit dem Gedanken auch mal zurück zu gehen, bzw. zurück gehen zu müssen kann auch das „gesunde Ich“ nicht leben.

Aber unabhängig davon ist meine Wahrnehmung der Dinge immer noch nicht in Ordnung. Es wird wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile dauern bis das so ist. Am heutigen Tag hab ich im großen und ganzen nur Positives erlebt. Trotzdem fühle ich mich nicht so. Irgendwie hat alles einen faden Beigeschmack und ich bin – wie oben bereits gesagt – geneigt zu behaupten, dass der heutige Tag gar nicht hätte stattfinden müssen.
Ich muss mir wirklich krampfhaft vor Augen halten was heute alles gut gelaufen ist.

Die Tatsache, dass ich nicht allein aufgewacht bin heute morgen verschwindet genauso hinter dem miesen Gefühl, wie der Anruf meiner Mutter (sowie das Ergebnis davon) und das Treffen mit Lana und Steffi. Selbst dass ich mir das Essen zumindest warm gemacht- wenn auch nicht gegessen ^^ – habe, reicht nicht aus um meine Stimmung zu heben.

Es hat heute nichts nicht funktioniert – dennoch fühlt es sich so an. Es ist frustrierend und abgesehen von Schreiben hilft nichts um mir das klarer zu machen.
Erst das Handeln. Das Fühlen kommt später. So wird es einem immer gesagt. Wenn das Belohnungssystem im Kopf nicht mehr gescheit arbeitet, dann hilft nichts weiter als einfach immer nur zu machen. Irgendwann – so heißt es – setzt auch die Belohnung wieder ein. Also das gute Gefühl. Solange muss man sich seine Erfolge selbst wieder vor Augen führen. Und sich nach wirklichen Leistungen selbst belohnen. Genauso wie man sich für Rückschläge nicht verurteilen sollte. Aber das sieht mein „Ich“ noch nicht so ganz ein.

Ab morgen geh ich wieder schwimmen. Es ist zwar eine echte Qual dafür früh aufzustehen, aber es lohnt sich. Es ist so ziemlich das einzige wo das Belohnungssystem in meinem Kopf von alleine anspringt. Es gibt nichts, was mir mehr bringt als meine Bahnen zu ziehen und nicht zu denken. Denn Denken ist mein Feind… Einfach machen. Einfach handeln.

Einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen…

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4 thoughts on “Einfach Schwimmen.

  1. ach asbach,es ist eeeewig her,ich glaub zur einweihungsparty deiner Wohnung?Vielleicht schaffen wir es mal ein Freitag uns zu sehen?Mal wieder ins Nord gehen,wie früher und quatschen?Ich glaub es ist einiges in unserem Leben passiert, was wir zu bereden haben:)

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