Tief(kl)ang # 8 – Luxuslärm ~ Nichts ist zu spät

Nach einer kleinen kreativen Pause *hust*, bin ich nun wieder da um euch den nächsten Klang mit Tiefgang zu präsentieren. Vielleicht wird es ja diese Woche sogar mehr als einer. Aber versprechen werde ich da mal nichts.

Luxuslärm. Schlichen sich durch eine blöde immer wiederkehrende Fernsehwerbung in mein Ohr und setzten sich dort fest. Zwar bin ich Serienjunkie, aber der Fernseher läuft nun wirklich nicht so oft. Aber da lief dieses Lied hier und brannte sich ein. Lief Dauerschleife und schon bald gesellten sich auch die restlichen Titel dieser Band dazu.

In meinen letzten „Flug-Tagen“, als ich das Auto noch hatte und mit diesem über die Autobahn fliegen konnte, lief es auch dort immer wieder. Es lässt sich einfach wunderbar mit“schreien“. Und es ist irgendwie befreiend. Tatsächlich.

Ich könnte dem Lied jetzt wahnsinnig viel Bedeutung zumessen. Ich könnte einen Zusammenhang herstellen zwischen meiner plötzlichen Entscheidung wieder morgens früh aufzustehen. Zwischen 6 und 7. Obwohl es doch abgesehen von mir keinen interessiert. Ich könnte einen Zusammenhang herstellen, dass ich plötzlich nicht mehr nur lernen WILL, sondern es auch wirklich tue. Könnte. Aber vielleicht wäre das zu viel. Zu verfrüht. Wer weiß, ob das nicht einfach nur eine gute Phase ist, nicht? 😉

Aber irgendwas hat es los getreten. Das Lied, aber auch meine Sozialtante. Aber auch das Wochenende mit Igi. Und es ist gut so. Denn NICHTS ist zu spät.

Ich werde bald 26 Jahre alt. Ich habe nach meinem Abitur keinerlei beruflichen Erfolg vorzuweisen. Ich habe „nur“ versucht zu überleben. Aber ich hab nicht aufgegeben, oder? Ich bin immer wieder aufgestanden, obwohl mein Plan immer wieder erschüttert worden ist. Immer wieder.

Warum frag ich überhaupt die anderen, was der richtige Weg ist? Ich weiß es doch. Ich weiß doch was ich will. Verdammt noch mal, ich weiß auch, dass ich es kann. Also bitte, warum geh ich den Weg dann nicht einfach? ^^

Ich will. Also kann ich. Basta.
Ich brauch halt nur etwas länger 😉

Wenn du glaubst, dass du verlierst,
dann hast du verloren.
Erst wenn du’s nicht mehr versuchst.

Wenn du glaubst dir fehlt der Mut,
damit wurdest du geboren,
du hast ihn, ich weiß es!

Nichts ist zu spät,
Nichts ist vorbei,
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.
Nichts ist zu spät,
Nichts ist vorbei,
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.
Und Nichts ist zu spät!

Der Plan war so gut
und doch kam alles anders.
Du fällst und du stehst wieder auf.
Den Satz hast du verloren,
doch nich das ganze Spiel.
Spiel jetz, weiter!

Nichts ist zu spät,
Nichts ist vorbei
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.
Nichts ist zu spät,
nichts ist vorbei
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.
Und nichts ist zu spät!

Wenn du weißt wohin es geht,
dann hör auf deine Stimme,
Und frag nich die anderen nach dem Weg.
Du kannst dir ruhig vertrauen.
Es ist Zeit was zu riskieren,
denn du lebst, jetzt!

Nichts ist zu spät!
Nichts ist zu spät,
nichts ist vorbei
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.

Und nichts ist zu spät,
nichts ist vorbei
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.
Nichts ist zu spät!
Nichts ist zu spät!
Und nichts ist zu spät!
Denn nichts ist zu spät!

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5 thoughts on “Tief(kl)ang # 8 – Luxuslärm ~ Nichts ist zu spät

  1. „Beruflicher Erfolg“ ist total überbewertet. Wichtig ist, daß man nicht unter die Räder kommt und sich selbst nicht verrät.

    Guck dir doch einmal die Leute an, die Karriere machen… früher oder später werden sie alle zu der gleichen Sorte von Robotern, die die gleichen langweiligen Leben führen. Wir können froh sein, in einer Zeit zu leben, wo diese Strukturen sich auflösen.

    Meine Haltung sieht eher so aus: Wenn ich etwas tun will und tun kann, dann mache ich das auch. Ob ich dafür Geld kriege oder nicht, ist erst einmal irrelevant. Wenn ich dafür Geld kriege, umso besser. Daß zufällig Computersysteme aller Art in meinem Interessengebiet liegen, erleichtert das mit dem Geld natürlich etwas, aber einen regulären Nine-to-five-Job hatte ich auch noch nie, wäre auch nicht mein Ding.

    Guck einfach, was vor dir liegt, hier und jetzt, und was du draus machen kannst. Und solange du einen vollen Magen und ein Dach über dem Kopf hast, ist das mit dem Geld auch noch nicht kritisch. 😉

    • Nun ja, Dank Vaterstaat werde ich wohl so schnell nicht obdachlos und hungrig auf der Straße landen. Meine Vorstellung von idealem Leben entspricht das trotzdem nicht und es stellt sich ja dabei auch immer die Frage wie lange ich das noch machen kann. Hartz 4, krank und studieren. Spätestens, wenn ich nicht mehr als instabil/arbeitsunfähig gelte muss ein alternativer Plan her.

      Informatikstudent, richtig? ^^ Oder hast es mittlerweile doch geschmissen?

      • Noch habe ich es nicht geschmissen. Ich gucke mal, ob ich diesen Adminjob an Land ziehen kann, auf den mich die Tage ein Kumpel gestoßen hat. Wenn ja, und wenn ich davon anständig leben kann ohne allzuviel Streß, dann habe ich genug Geld und trotzdem noch Zeit für andere Dinge.

        Irgendwie muß man sich schon durchbeißen, aber man sollte auch verstehen, daß Arbeit bei weitem nicht so toll ist, wie alle immer reden. Wäre Arbeit so großartig, dann würden die Reichen sie für sich behalten.

        Letztlich geht es darum, ob man etwas tut, was schön und/oder nützlich ist. Wir leben halt dummerweise zu einer Zeit und an einem Ort, wo das Modell der industriell-kapitalistischen Lohnarbeit immer noch den Ton angibt, obwohl es aufgrund der Produktivitätsentwicklung immer mehr und mehr versagt. Das hört sich trocken an, beschreibt aber die Hauptursache der Misere. In einer solchen Zeit noch krank zu sein ist nicht gerade toll. Aber man macht sich noch umso mehr krank, wenn man sich von angesichts der äußeren Situation eher unwahrscheinlichen Vorstellungen von beruflichem Erfolg blenden läßt.

        Guck einfach, ob es bei irgendetwas, das du problemlos tun kannst, eine Marktnische gibt, in der du damit einigermaßen leben kannst. Feste gesicherte Positionen gibt es immer weniger, je mehr das System abbröckelt und die Maschine ins Stocken gerät.

  2. Pingback: Paradepower – April « Willkommen in der Svüchiatrie!

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