Betreuung – Termin #5 + #6

Über den 5. Termin am 09.11. gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Wir hatten wenig Zeit. Die Baustellen-Situation macht es nahezu unmöglich pünktlich vor meiner Tür zu stehen. Also wurde es 15.30 und um 16.30 mussten wir schon bei den Kontakten sein, wegen einem Gespräch mit der Geschäftsführung. Die möchte nämlich jeden neu aufgenommenen Klienten auch mal persönlich kennenlernen. Also haben wir nach dem Begrüßungskaffee nur fix meine Waschmaschine wieder zum Laufen gebracht und etwa 1/3 von dem was da so in der Küche steht gespült. :/

An dem Zustand der Küche hat sich seitdem auch nicht mehr viel getan. Wie gesagt… ich bin einfach müde. Verdammt scheiße müde.

Der 6. Termin war dann am 11.11. Gemeinsam sind wir zu dem Termin bei meiner Psychiaterin gefahren. Mich hat es ziemlich irritiert, dass die in dem Ärztehaus die Praxen durcheinander gewürfelt haben und die Praxis plötzlich im 1. OG, statt im 2. OG liegt. Mit Wartezimmer ewig weit weg, Durchgangsverkehr und was einem sonst noch alles so stören könnte. Auch waren die Sprechstundenhelferinnen ungewohnt unfreundlich. o.o Mal ganz davon ab, dass sie nicht voll auf der Höhe waren und uns erst um 11.50 Uhr rein riefen, nachdem ich den Termin um 11.15 Uhr hatte und wir auch pünktlich um 11.10 Uhr da gewesen sind. „Komisch, dass die mir nicht Bescheid gesagt haben. Ich saß die ganze Zeit drüben und hab geschrieben.“, sagte Frau Dr. zur Begrüßung. Super. Ich hab ja auch sonst nichts besseres zu tun als ewig zu warten. Und die liebe D. natürlich auch nicht. ^^

Das Gespräch war auch überraschend anstrengend. Ich war vorher schon ziemlich nervös. Aber im Endeffekt habe ich es glaub ich geschafft alles anzusprechen was ich wollte. Ich vergesse halt doch immer wieder mir vorher einen Zettel zu machen.

Das ganze jetzt groß auszubreiten habe ich gar keine Lust. Reicht ja, wenn ich die Ergebnisse festhalte…

1) In akuten Stimmungstiefs und bei Hirn-Amokläufen soll ich mich mit Promethazin runterholen. Mal sehen wie das funktioniert. Zum Schlafen gehts ja gut, aber ob ich danach noch den Tag weiter mitbekomme?

2) Zustand nach wie vor „von Stabilität weit entfernt“. „Wenn das so bleibt könnten wir das Cipralex noch etwas höher schrauben. Aber 10mg Cipralex helfen auch nicht bei Liebeskummer… :/“

3) Definitive Empfehlung für weiteres halbes Jahr Arbeitsunfähigkeit. Erst mal Krankenschein bis zum 07.12. falls der Termin beim medizinischen Dienst in diesen Zeitraum fällt. Danach weiter sehen.

4) Arbeitstherapie wäre eine Überlegung wert. Ich soll mir die Möglichkeiten mal anschauen. Und dann könnte man weitersehen. Wäre es mein Wunsch, würde sie den unterstützen.

Sie hat sich echt Zeit genommen und obwohl ich sie erst das zweite Mal gesehen habe, scheint sie schon einen guten Überblick zu haben. Am 07.12. habe ich den nächsten Termin bei ihr, um entweder den Krankenschein zu verlängern, die Medis hochzusetzen oder einfach so zu schauen wie es nun weitergeht.

Nachdem ich diesen Artikel jetzt vorgestern (12.11.) angefangen habe zu schreiben und darauf dann noch echt beschissene Stunden folgten war ich kurz vor dem Gedanken „Nicht wahr, 1 Jahr später und du fühlst dich schon wieder wie reif für die Klapse.“ Jetzt heute… nachdem ich um 16 Uhr aus meinem Medikamenten-Koma erwacht bin.. geht es mir ziemlich gut. Ziemlich wach. Motiviert. Nicht überdreht, sondern einfach nur etwas Lebenskraft. Es geht schließlich weiter. Und wenn man an sich glaubt, dann macht man manchmal auch unmögliches möglich. Vettel hat es ja heute eindrucksvoll bewiesen. 😉

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5 thoughts on “Betreuung – Termin #5 + #6

  1. “ Ziemlich wach. Motiviert. Nicht überdreht, sondern einfach nur etwas Lebenskraft. Es geht schließlich weiter. Und wenn man an sich glaubt, dann macht man manchmal auch unmögliches möglich“

    Den Schluss finde ich super! Ich hoffe er bleibt dir auch lange in Erinnerung. Es soll ja Kraft geben, wenn man seinen Kummer von der Seele schreibt, am Ende aber etwas positives berichtet. („Die letzten Worte die du geschrieben hast, bleiben am längsten haften.“ sagte mir mal jemand in der Kur) so entstand ja auch mein Wochenplan 😉

  2. Oh ja, so ein Zettel wäre des Öfteren recht hilfreich gewesen. Immer mal wieder war ich aus der Praxis raus – und zack: „Ach Mist, Dies und Jenes wolltest du doch eigentlich unbedingt angesprochen haben.“ Manchmal kam der Gedanke zum Glück ein wenig eher, so dass es mit dem Gottschalkschen Trick (Überziehen) zumindest kurz angesprochen werden konnte 😉 Ich fühle mit dir! Toi toi toi 🙂

  3. Pingback: Totalschaden. « L.E.B.E.N.S.F.E.T.Z.E.N.

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