Totalschaden.³

Und da wären wir wieder. Im Land der vielen vielen Arzttermine. Ehrlich, ich würde euch ja gerne irgendwas spannenderes erzählen, aber im Moment ist da sonst nicht viel. Mal abgesehen davon verliere ich langsam selbst den Überblick. Und was hilft uns da? Genau. Schreiben. Ist ja jetzt auch nicht so als wären das völlig unwichtige Sachen die da in meinem Leben gerade passieren. 😉

Gestern, am 29.11. war der Termin beim ärztlichen Dienst, vor dem ich wirklich sehr viel Angst hatte. Ich war tierisch nervös, bin fast ausgeflippt als die erste Bahn ausgefallen ist und hab so sehr gehofft, dass D. doch noch mit zum Termin kommen kann. Eigentlich war ja geplant, dass sie als Betreuung mitkommt um das Gespräch zur Not in die richtige Richtung zu lenken. Auf Grund der bisherigen Erfahrung mit dem ärztlichen Dienst war meine Erwartung diesbezüglich nicht besonders gut.

Als ich pünktlich im Wartebereich H angekommen bin, war ich zunächst wenig begeistert eine ehemalige Mitpatientin zu treffen. Im Endeffekt war ich dann aber ganz froh, dass sie und ihre Betreuerin (vom gleichen Verein wie meine) da waren. So verging ein Großteil der 2 Stunden!!! Wartezeit recht zügig ohne dass ich mich selbst zerfleischen konnte. Als die beiden dann jedoch weg waren habe ich das dann gründlich nachgeholt. Unzählige male bin ich in Gedanken den Dialog mit der Ärztin durchgegangen. Was ich sagen möchte, was mir wichtig ist und alle ihre möglichen (natürlich nicht positiven) Reaktionen. Man kann sich auch echt selbst kirre machen. Als ich dann auch noch übersprungen wurde war ich kurz vorm Heulen. Hab mich dann aber todesmutig *hust* dagegen entschieden und stattdessen am Empfang gefragt wieso ich noch nicht dran bin. Problem wurde gelöst, Fehler lag nicht bei mir und ich kann stolz auf mich sein, dass ich gefragt habe. Sonst hätte ich wohl noch ne Weile da gesessen.

Das Gespräch selbst war dann fast unspektakulär. Die Ärztin war super nett und hat mich reden lassen. Sie hat Hintergründe erfragt, hat sich selbst über das Handeln ihres Vorgängers gewundert und mich bestärkt mein Studium fortzusetzen. Ich wäre auf einem wirklich guten Weg und es wäre sichtbar, dass ich alles menschenmögliche tun würde um meinen Zustand zu verbessern. Anschließend hat sie mich fast raus geworfen, damit ich die Zeit nutze und noch ein wenig in meine Bücher schaue. 😉

Ergebnis: Sie wird mich ein weiteres halbes Jahr krank schreiben, damit ich in Ruhe mit Therapie, Betreuung und Unikram arbeiten kann. Danke!

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4 thoughts on “Totalschaden.³

  1. Mh, ich wollte grad schon „Glückwunsch“ schreiben, aber das wäre nicht richtig. Treffender ist: Erfolgwunsch! Auch wenn das Leben manchmal wie eine riesiges Casino wirkt. Oder, um es positiver auszudrücken: wie ein riesiges Casiyes 😉

  2. Grats!
    Ärztliche Dienste (Meine Favoriten sind ja Amtsärzte..*grusel*) sind immer ein bisschen wie seine Zukunft auswürfeln.
    Freut mich das alles gut gegangen ist 🙂

    Alles Liebe,

    Silberaugen

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