Tourette-Kampf.

Ja, wir haben heute nicht Montag. Ich weiß. Tut mir echt leid. Theoretisch könnte ich jetzt einfach bis nächsten Montag warten, den Artikel dann veröffentlichen und behaupten, dass ich ja nicht gesagt habe von WELCHEM Montagabend ich rede. 😉 Vorausgesetzt dass ich das wirklich nicht gesagt habe, aber dafür müsste ich nun nachschauen. ^^

Ich bin ehrlich gesagt von der Auswahl überrascht gewesen und mich würde interessieren, wieso ihr (immerhin waren es 3 Stimmen) euch auf diesen Artikel gestürzt habt. Also… meine 3 Damen. Sprecht euch aus.

Aber nun zum Thema.

Wieder mal geht es um etwas was ich im TV gesehen habe. Während meiner Offline-Zeit. Also ziemlich bewusst. Diesmal ging es sogar um einen Bericht zu dem ich den Vorbericht schon kannte. Was jetzt nicht unbedingt notwendig ist, da RTL ja dazu neigt sämtliche Berichte so zu gestalten, dass jeder Idiot versteht worum es geht. Wie für jeden Idiot gemacht wird auch der Artikel im Endeffekt aussehen. Meine fixen Recherchen gerade eben haben nicht mehr sonderlich viel ergeben und aus meinem Gehirn kann ich nicht mehr alle Fakten rekonstruieren. Genaue Zahlen und Daten werden hier also nicht zu finden sein. 😉

In diesem Fall ging es um einen jungen Mann der unter dem Tourette-Syndrom leidet. Bei ihm kommt es sowohl zu sehr starken Zuckungen als auch zu verbalen Tics. Letzteres ist ja rein nach dem Klischee eh das was die meisten Leute mit Tourette verbinden. Kommt mir zumindest so vor. Dieser junge Mann hat eine kleine Familie. Frau und Säugling. Durch seine Erkrankung ist es ihm weder möglich zu arbeiten noch sein Kind auf den Arm zu nehmen. Zu groß ist die Gefahr das Baby zu verletzen, wenn er genau in diesem Moment einen Tic bekommen würde.

Nun gibt es ein Medikament, dass all diese Probleme ziemlich leicht beheben könnte. Es stellt ihn ruhig und ermöglicht ihm ein völlig normales Leben und vor allem auch einen normalen Umgang mit seinem Kind. Klingt wunderbar, oder? Dummerweise kostet dieses Medikament ein halbes Vermögen. Ich meine es wären mehrere hundert Euro pro Dosis. Ebenfalls ziemlich bescheiden ist, dass die Wirkdauer pro Dosis in keinem Verhältnis zum Preis steht. Da bringt selbst langes Sparen nur einen kurzzeitigen Effekt. Aber warum muss er das überhaupt selbst zahlen? Ja… genau. Weil die werte Krankenkasse es nicht für notwendig erachtet dieses Medikament zu bezahlen.

Aber statt sich dem hinzugeben zieht er vor Gericht um sich sein Recht zu erkämpfen. Um der Krankenkasse zu zeigen, dass er Anspruch auf das Medikament hat. Und das ist es was mich so beeindruckt hat, dass ich es unbedingt schreiben wollte.

Dieser Mann hat den Mut für seine Sache einzustehen. Laut zu schreien, dass es so nicht geht, dass es so nicht sein kann und dass er Hilfe verdient hat, wenn es die Möglichkeit darauf gibt. Dass man sich nicht von einem einfachen „Nein“ bremsen lassen muss, sondern dass man kämpfen kann. Aufstehen und die Sache selbst in die Hand nehmen. Etwas bewegen. Für sich selbst und vielleicht auch für andere.

Und soll ich euch was sagen? Mut wird belohnt.

Er hat gewonnen und bekommt nun sein Medikament.
Von der Kasse bezahlt.
Für ein besseres Leben.

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12 thoughts on “Tourette-Kampf.

  1. Ich habe den Bericht ebenfalls gesehen. Es war schon der zweite über ihn, beim ersten war seine Freundin noch schwanger. Finde es auch toll, dass er gekämpft hat und schlussendlich auch gewonnen!

    PS: Warum ich diesen artikel gewählt habe, hatte ich auch gleich begründet 😛

  2. nun ja – Tourette – da wollte ich einfach wissen was sich dahinter verbirgt (also nicht hinter dem Begriff, sondern was du damit zu tun hast 😉 )

  3. Eine schöne Geschichte, die mich etwas milde stimmt bei den ganzen Ungerechtigkeiten, die tagein tagaus stattfinden. Danke – auch an die Wähler 🙂

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