Tief(kl)ang #14 – Böhse Onkelz ~ Zeit zu geh’n

Man sollte meinen, dass meine Freunde mich so weit kennen, dass sie wissen was mir in einer zwischenmenschlichen Beziehung am wichtigsten ist. Man sollte auch meinen, dass diese Freunde über diese „Ansprüche“ nicht einfach hinweg trampeln. Man sollte wirklich meinen, dass das möglich ist. Gerade wenn man sich nicht erst seit gestern kennt. Sondern länger. Und eigentlich gut. Und sich eigentlich Dinge erzählt die man so vielleicht nicht jedem erzählen würde. Die man auch nicht unbedingt bloggen würde.

Es gibt nichts was ich mehr verachte als Unehrlichkeit. Gar nichts. Ja, auch mich selbst verachte ich für die wenigen Momente in denen ich mich einfach nicht traue die Wahrheit zu sagen. Und ich würde verstehen, wenn mir jemand dann nicht mehr vertrauen kann. Ich kann es jedenfalls nicht. Wer mich einmal angelogen hat wird nie wieder und ich meine wirklich nie wieder mein uneingeschränktes Vertrauen genießen dürfen. Das lässt allein meine Unsicherheit schon gar nicht zu. Wie soll ich jemandem glauben können, wenn neben meinen kranken Selbstzweifeln auch noch berechtigte Zweifel hinzu kommen? Als wären erstere nicht schon stark genug.

Das ganze dann wegen einer völlig unbedeutenden Angelegenheit. Wenn man meine Meinung zu einer Angelegenheit nicht hören will, dann hätte man das auch einfach sagen können. Aber auf direkte Nachfrage zu verneinen, dass diese Angelegenheit existiert? Verkauf wen anders für dumm. Ich kann auf sowas verzichten.

 


Dummerweise zieht diese Geschichte jetzt gerade so viel nach sich. Diskussionen darüber ob jeder Mensch lügt oder nicht. Aussagen, dass man mich garantiert schon mal angelogen hat, weil nun mal jeder Mensch lügt. In mir stürzt direkt alles zusammen. Ich fange an jede Aussage anzuzweifeln. Gerade die – für mich – positiven. Bei denen ich mich eh schwer tue sie zu glauben. Es fühlt sich an als wären die letzten Jahre einfach weggebrochen. Als wäre das Fundament weg. Längst bin ich nicht mehr – in erster Linie – sauer auf die Person für die eigentlich der Artikel war… sondern wo ganz anders…  Mir fehlen die Worte für das was gerade in mir scheppert… aber ich fühl mich noch einsamer als eh schon.

 

Böhse Onkelz – Zeit zu geh’n


Wenn Freunde nicht mehr sind, was sie mal waren,
wenn sie Dir nichts mehr geben, vergiss‘ ihre Namen!
Lieber Hass als gespielte Liebe,
Ist alles, was wir fühlen eine Lüge?

 

Es wird Zeit zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n.
Es wird Zeit zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n.
Kommst Du mit mir, oder bleibst Du steh’n?
Trittst Du weiter auf der Stelle,
oder beginnst Du zu sehn, zu seh’n, zu seh’n, zu seh’n, zu seh’n?

Wenn ich nicht weiter weiss, hilft da noch eins,
die Flucht nach vorne, Du weisst, was das heisst!
Bring‘ ich weg von hier, ich will ins Licht,
ans Ende dieser Welt, ganz egal wo das ist!


Es wird Zeit zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n.
Es wird Zeit zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n, zu geh’n.
Kommst Du mit mir, oder bleibst Du steh’n?
Trittst Du weiter auf der Stelle,
oder beginnst Du zu sehn, zu seh’n, zu seh’n, zu seh’n, zu seh’n?

 


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11 thoughts on “Tief(kl)ang #14 – Böhse Onkelz ~ Zeit zu geh’n

  1. Ok, jetzt bin ich verwirrt wegen dem was du letztens bei ICQ meintest
    Bin ich jetzt nur übermäßig Paranoid oder hab ich irgendwas nicht mitbekommen? o.O

    PS: mir wird hier ständig gesagt irgendwas wegen doppeltem Kommentar -.-

  2. ich weiß was du meinst…
    Ich gebe auch eig sehr gerne vertrauen, wenn man mir zeigt, das man es verdient hat und das andersrum genauso tut..
    Aber wehe man enttäuscht mich..belügt mich…hintergeht mich…. ich glaube der/diejenige wünscht sich mich nie kennen gelernt zu haben!

    *drück*

    • Interessant das jetzt hier noch mal zu lesen. Im Zusammenhang mit deinem letzten Artikel. Das was sie zu dir gesagt hat… würde mir reichen um enttäuscht zu sein. Demnach müsstest du jetzt eigentlich ziemlich gefährlich sein 😉

      • jaa… und nein….aber doch…vielleicht?!

        ich blogge da nochmal was drüber, im Zusammenhang mit Enttäuschung…
        Wenns sich nicht als totale Überreaktion meinerseits darstellt, weil sie sich mal wieder nicht gescheit ausdrücken konnte und dann weggelaufen ist…

  3. Kannst du das? Einen Freund einfach so ziehen lassen? Ein gemeinsames Leben einfach so ziehen lassen? Erinnerungen liegen lassen und ohne ihn oder sie weitermachen? Wenn du das kannst, solltest du dich glücklich schätzen, denn das ist eine ganz besondere Gabe.

  4. Pingback: Paradepower – April « Willkommen in der Svüchiatrie!

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