Verloren.

So fühle ich mich. Heute hier in meiner Wohnung. Ich tigere unruhig durch die Räume und lande im Endeffekt doch im Bett und schlafe. Das hab ich dann jetzt auch die letzten 6 Stunden getan. Sogar einigermaßen gut. Was im Vergleich zu den letzten Wochen fast schon Ausnahmezustand ist. Vielleicht gehen die verrückten Träume gerade auch nur unter im grauen Dunst der „Lustlosigkeit“.

Immer, wenn es mir so geht wie jetzt, dann suche ich krampfhaft nach einem Wort welches es beschreibt. Und ich finde nie eins. (Vielleicht hab ich auch schon mal eins gefunden und mein selektives Hirn hat es wieder vergessen…) Lustlosigkeit klingt so unvollständig. Es umfasst nicht vollständig das eigentliche Problem.

Vielmehr ist es eine Art Leere. Sie folgt gewöhnlich auf die „Hysterie“ (schon wieder Wortfindungsstörung…) mit der ich gestern das Vergnügen hatte. Vielleicht ist es mehr Freudlosigkeit als Lustlosigkeit.

Es ist alles grau. Die Farben fehlen.

Es ist kalt. Die Wärme fehlt.

Zu grau und zu kalt um es wirklich auszuhalten. Egal womit  man sich ablenkt. Es wird nicht bunter und auch nicht wärmer. Also geht man wieder ins Bett. Denn da ist es wenigstens warm. Und das es grau ist wird nebensächlich sobald man schläft.

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6 thoughts on “Verloren.

  1. Ich denke das ist dieses Gefühl des plötzlich wieder „allein sein“, das „wieder umstellen müssen“. Die plötzliche Ruhe im Haus, auch wenn man es wusste, von einen Moment auf den anderen fehlt etwas.
    Der Mensch ist nicht geschaffen dafür allein zu sein und immer wieder wird uns dies schmerzlich bewusst, wenn Kontakt da war und plötzlich wieder fehlt.

    • Mhm… jaein. Es hatte weniger was damit zu tun, dass sie abgereist ist. Mir ging es so, weil ich auf eine Meldung von ihm gewartet habe. Und sie nicht mehr – und auch sonst niemand – da war um mich abzulenken. Das Gefühl bekomme ich regelmäßig gegen Abend bzw. kurz vorm Schlafen. Wenn es ganz schlimm wird fahre ich dann zum Haustürschlüsselbesitzer. Ich bin nicht zum Single-Sein gemacht. 😉

  2. *seufz* klingt echt bitter wenn man es so liest 😦
    ich geh ja auch schlafen wenn ich mich ähnlich fühle, wobei ich meistens eher das gegenteilige Problem hab des „zu viele eindrücke habens“
    vielleicht ist es ja eine art „reizunterflutung“? o.o

    • Dummerweise will ich in so Stimmungen dann meist auch nicht raus. Ich hab zu der Zeit auf eine SMS von ihm gewartet… und den Artikel um 23:44 veröffentlicht. Da wäre ich vor lauter Schiss eh nicht mehr raus *g* (und 3 Stunden später war er plötzlich hier…)

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