Therapie – 01.06. + 08.06.11 – Teil 2

Wir machen weiter mit der Schematherapie. Das sagt mir ziemlich zu, da es so geradlinig erscheint. Vorgehen nach Plan. Nachdem ich vor der Verlängerung die Fragen zu den Lebensfallen beantwortet hatte, besprechen wir diese nun weiter.

Das „Versagen“ beschäftigte uns fast den gesamten letzten Termin. So wie schon vor der Verlängerung. Spannend hier bei war besonders, dass ich am gleichen Abend das 1. Mal zum Rehasport sollte. Somit waren die Ängste und Gedanken die ich im Zusammenhang mit Sport und Versagen hatte ziemlich präsent und greifbar. Madame Frech hat gar nicht versucht ihre Freude über dieses hervorragende Übungsfeld zu verbergen. In ihren Augen kann es gar nicht passender kommen. Aber wahrscheinlich hat sie auch Recht. Sie sagte auch, dass wahrscheinlich alle meine Befürchtungen wahr werden würden, das Problem aber nicht das Auftreten dieser Situationen ist, sondern meine Wahrnehmung derer. Im Grunde ist es doch egal ob mich da jemand anschaut oder nicht. Ich bin ja nicht wegen ihm da. Ja, Recht hat sie. 

Vom „Versagen“ sind wir dann zu der „Übersteigerten Anspruchshaltung“ übergegangen. Der Zusammenhang ist ziemlich eindeutig und sehr eng. Bei den Ansprüchen die ich an den Tag liege ist es quasi vorprogrammiert, dass ich versage. Es geht eigentlich gar nicht anders. So gut wie nie. Und wieder sagt sie: „Sie müssen endlich akzeptieren, dass man vieles auch erst mal üben muss. Die wenigsten Sachen kann man von Anfang an.“ Aber üben dauert doch viel zu lange…

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7 thoughts on “Therapie – 01.06. + 08.06.11 – Teil 2

  1. Ich habe mich auch mit den sogenannten Lebensfallen befassen müssen und folgenes Buch verschrieben bekommen: Sein Leben neu erfinden: Wie Sie die Lebensfallen meister.
    Vielleicht kennst du es oder benutzt es sogar. Ich kann es auf jedenfall empfehlen, die Investition lont sich. Noch habe ich es nicht durch…ich lese immer wieder bei aktuellen Situationen nach. So zu sagen als „Erste-Hilfe“

    Link zum Buch:
    http://www.amazon.de/dp/3873876191/?tag=googhydr08-21&hvadid=2324199861&ref=pd_sl_1dy5zpgi5x_e.

    • Hey 🙂 Ja, über das Buch habe ich auch nachgedacht. Leider ist das finanziell einfach nicht mal eben so drin. (Wobei ich gerade überlege es als Dshini-Wunsch nehmen zu können.). Im Moment warte ich darauf, dass es in der Bibliothek frei wird, aber irgendwie wird es halt ständig ausgeliehen… *gg* Scheint begehrt zu sein.

  2. Mich würde mal interessieren, woran man erkennt, ob seine Ziele bzw eigenen Erwartungen zu hoch gesteckt sind? Wo fängt es an, zu viel zu werden? Welche Ziele sind realistisch, welche noch zu weit entfernt?

    • Naja, welche realistisch sind sagt einem doch häufig schon der gesunde Menschenverstand. Und wenn du immer wieder an deinen Zielen scheiterst, dann sollte dir irgendwann mal auffallen, dass da was schief läuft 😉 Ich denke es ist wie mit den „psychischen Macken“ und dem „Leidensdruck“. Solange du deine Ziele erreichen kannst, oder dir das Scheitern nichts ausmacht und/oder du dir immer unterschiedlich erklären kannst woran es gescheitert ist, ist alles okay. Wenn es zum „Problem“ wird sind die Ziele vllt. einfach zu hoch…

  3. Pingback: 2011 – Teil 1 (Therapie). | Svüchiatrie.

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