Betreuung – 2011 #24-29

#24

Ich habe zwar keine Ahnung mehr wieso, aber der Termin am Mittwoch fand nicht statt. Keine Ahnung ob ich ihn abgesagt hatte, oder ob ihr was dazwischen gekommen war. Jedenfalls war der nächste Termin dann der gemeinsame Termin beim Medizinischen Dienst. Dieser sollte ursprünglich erst am 28.06. sein, aber da der mit einem Arzttermin kollidierte, war ich tatsächlich so mutig und habe ihn telefonisch verschoben. Also wurde dieser vorverlegt und war halt schon am 20.06.  Der Arzt war wirklich sehr sympathisch und das Ergebnis war für mich sehr zufriedenstellend. Zur Festigung der Stabilität bin ich erst mal ein weiteres halbes Jahr krank geschrieben. Die angesprochene Stabilität sehen sowohl D. als auch ich seit etwa der gleichen Zeitspanne. Während sie es mit „1-2 Monate“ bezeichnete, sagte ich allerdings „seit Ostern“. Somit ist natürlich auch irgendwie deutlich, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Herzmann und der Stabilität herrscht. Also ist es eine recht fragile Stabilität. Was jetzt natürlich nicht heißt, dass ich davon ausgehe, dass die Beziehung instabil ist. 😉 Nein, absolut nicht. Aber es ist halt eine Stabilität die von außen kommt und nicht aus mir heraus. Es ist kein „sich selbst oben halten“, sondern eine Art abstützen. Und somit kann es halt auch ganz schnell wieder instabiler werden.  Allerdings wurde auch gesagt, dass es nach diesen weiteren 6 Monaten eine Veränderung geben muss. Dass etwas „passieren muss“. D. und ich haben so z.B. über ein Praktikum in der Kontaktstelle gesprochen. Aber das ist noch Zukunftsmusik und erst mal nicht Priorität. Wirklich darüber nachdenken mag ich ja nun auch nicht unbedingt 😉

#25

Der nächste – schon länger geplante Termin – war dann direkt am Tag drauf. Wir hatten verabredet, dass ich mit  zu ihr zum Stall fahren würde und das tat ich dann auch. Es war schön mal wieder mit Pferden in Kontakt zu kommen, denn ich mag Pferde nun mal wirklich gern. Der letzte Kontakt dürfte allerdings mehr als 1 Jahrzehnt her sein. Ich war wie erwartet sehr nervös und unsicher und kam mir gerade neben dem kleinen Mädel, welches da herum lief sehr sehr unfähig und unwissend vor. Aber D. hat mir erst mal das gesamte Gelände gezeigt, die Pferde vorgestellt und mir ein wenig von deren Macken berichtet. Wenn man  – so wie ich – bisher nur in einem rein kommerziellen Stall das Vergnügen hatte mit Pferden in Kontakt zu kommen, dann ist so eine Privathaltung mit selbst gebautem Stall ein völlig anderes Erlebnis. Auch ein wesentlich besseres. 😉 Nachdem mich ihr Pferd erstmal gekonnt ignoriert hat, sollte ich sie putzen. Am liebsten hätte ich mich ja gedrückt. Zu groß die Angst irgendwas falsch zu machen. Auch hinten um ein Pferd herum gehen – egal mit wie viel Abstand – hätte ich mich im Traum nicht gewagt. Aber ich putzte sie und lief irgendwann auch um sie herum als hätte ich seit Jahren nichts anderes getan. Wir sind mit ihr spazieren gegangen, denn die alte Dame ist mittlerweile zu alt um geritten zu werden. Wir waren etwa 2 Stunden lang unterwegs. Und was hat das ganze jetzt mit der Betreuung zu tun? Welchen höheren Sinn hatte das Ganze? 

Nun ja, die alte Dame zu führen war ein Kräfte messen. Sie hatte großes Interesse an jedem Grashalm und hat mehr als einmal ihre Grenzen ausgetestet. Immer wieder hat sie gezerrt und gezogen, wollte stehen bleiben oder ist einfach direkt stehen geblieben. Meine Aufgabe war also ein bestimmtes, selbstsicheres Auftreten. „Ich bin hier diejenige, die sagt wo es lang geht. Heute bin ich die Herdenführung“. Auch wenn sie mich immer mal wieder ausgetrickst hat, in dem sie kurz so tat als würde sie auf mich hören um dann eine Kehrtwende ins Grün zu machen, funktionierte es immer besser und wir trotteten auf dem Rückweg einträchtig nebeneinander her. Zum Abschluss wurde sie dann noch mal geputzt. D. meinte später, dass ich überraschend schnell eine Bindung zu ihr aufgebaut habe und beim Abschlussputzen schon sehr nah an ihr dran gestanden hätte, als wäre es das natürlichste auf der Welt. Es war schön und wird sicher wiederholt.

#26-29

Diese Termine lassen sich ziemlich gut zusammenfassen. Sie fingen am 27.06. an und schließen den heutigen noch mit ein. Wie kämpfen. Mit der Spülmaschine. Beim ersten Mal gemessen und überlegt, geschaut was gebraucht wird. Beim zweiten Mal im Baumarkt gewesen und einen Schwung Teile geholt (Dichtungen, Zulaufadapter, Stöpsel, Siphonadapter…) und angeschlossen. Einen Teil (Siphonadapter) für doch nicht verwertbar befunden und wieder zur Seite gelegt. Festgestellt, dass es aus dem einen  Zulauf tropft (neu), dafür aus dem Abfluss zur Wand nicht mehr (uralt – repariert). Die Erkenntnis, dass mein Siphon aus der Steinzeit ist. Dann wieder (heute) im Baumarkt gewesen. Nochmal beraten lassen, neuen Siphon gekauft. Dann ging es ans Puzzeln und die Zeit rannte so davon. Als D. gehen musste fehlten noch der Abfluss der Waschmaschine und die eigentliche Montage am Siphon. Das durfte ich dann selbst erledigen bzw. mein Herzmann. Nun ist alles da wo es hingehört (Wir haben sogar noch das Stück aus der Arbeitsplatte gesägt, damit die Schläuche verschwinden), der endgültige Platz der Spülmaschine scheint wie für sie gemacht zu sein, aber der Siphon tropft. Es ist nicht viel und ich konnte sowohl Waschmaschine als auch Spülmaschine laufen lassen ohne dass die Küche geflutet wurde, aber es ärgert mich dennoch. Selbst wenn es nur 20ml pro Waschgang sind… das Teil soll gefälligst dicht sein. Nächster Termin am Donnerstag. Ich hoffe dann können wir das endlich beenden. Es gäb definitiv mal anderes zu tun.

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