Geld.

Je weniger Geld man hat, desto mehr ist es Thema. Zumindest kommt es mir so vor. In letzter Zeit fällt mir immer häufiger auf, dass ich kaum an etwas anderes denke und dass ich es auch ständig kommentiere. Und mir selbst damit schon auf den Geist gehe. Am häufigsten fällt es mir auf, wenn der Herzmann etwas vorschlägt und plant, oder jemand mit mir Kaffee trinken gehen möchte. Ich rechne dann immer ob das geht, führe Kämpfe mit mir aus, ob ich eine Einladung vertreten kann und kann mir selten verkneifen etwas dazu zu sagen. 

So wie ich früher extrem gut darin war mich in jedem Satz schlecht zu machen, erwähne ich nun quasi fast schon zwanghaft meinen Geldmangel. Dabei müsste das nicht sein, denn jeder weiß Bescheid. Aber es sprudelt quasi aus mir raus. Und gerade zum  Monatsende ist es ätzend und ich habe Angst jemanden zu nerven. Gerade ihn. Weil es für mich schon immer ein Problem war mich von meinem Freund einladen zu lassen. Und er tut es. Häufig. Und ich bin davon abgekommen es ständig abzulehnen. Rechne im Kopf aber automatisch mit ob es vertretbar ist.

Jetzt vor Weihnachten ist Geld noch mal eine besondere Herausforderung.

Ich liebe es Geschenke zu machen. Ich verschenke wahnsinnig gerne. Und an Weihnachten sind es nun mal auch einige Menschen gleichzeitig. Wo wir wieder bei dem Problem wären, dass ich „zu viele“ Freunde habe. Aber das noch mal zu anderer Zeit. Also: Ich habe zu viele Freunde, denen ich auch allen gern etwas schenken möchte und ich habe dafür genau… gar kein Geld. So in etwa. 

Zum Glück sind alle meine Freunde so gepolt wie ich. Der Wille zählt, die Idee, der ideelle Wert, der persönliche Bezug, nicht der Preis. Innerhalb der Familie war das teilweise anders. Aber vermutlich fällt das dieses Jahr einfach aus. Auch gut. Es ändert jedoch nichts daran, dass auch Kleinkram besorgt werden muss. Und wenn man sich dann noch entscheidet bei einem Sammelgeschenk was dazu zu tun…. Hmpf. Genau dieses Geschenk bereitet mir gedanklich ein wenig Probleme. Nicht weil ich das Geschenk doof finde oder ungern mitmache. Nein, weil ich dafür mehr ausgebe als für jeden anderen. Mehr als für „normalerweise“ 3 oder 4 Geschenke zusammen. Und das irgendwie in keinem Verhältnis zueinander steht. Die Idee ist super und ich hätte mich gefreut, wenn man das früher für mich organisiert hätte. (Oder noch heute tun würde. ^^) Keine Frage, daran wird sich auch nichts ändern. Aber die Teilnahme an diesem Geschenk hat vieles andere halt eingeschränkt. Und dass ich dann noch aus Versehen ein bereits gekauftes Buch von einem Wunschzettel geholt habe, macht es nun auch nicht besser. ^^

Und dann fällt mir noch ein zweites Geschenk ein was mich aus dem finanziellen  Konzept bringt. Wo ich mich frage ob ich das überhaupt tun müsste. Oder ob ich da nicht selbst Schuld bin, dass ich es tue. Und all diese Gedanken werden von etwas viel schlimmeren gekrönt. Das verdammte, verfluchte Porto. Wo ich doch glatt überlege ob es teilweise nicht besser ist 3 Stunden mit der Bahn durch die Gegend zu fahren um es persönlich abzuliefern, anstatt 4€ für ein Päckchen zu bezahlen. 4 mal 4€ sind nämlich schon 16€… und die habe ich natürlich völlig vergessen einzuplanen. Super, nicht? 

Nun habe ich hin und her jongliert, alle Rechnungen mit eingeplant…. und lande bei einem Minus von 17,68€. Und mal wieder keine Chance da raus zu kommen. Abgesehen von Lebensmittel einsparen… oder die Geschenke erst im Januar verschicken. Beim besten Willen… ich weiß nicht wie ich da NICHT bei jeder Ausgabe daran denken soll ob es geht oder nicht geht… auch wenn es eine ganze Menge Genuss nimmt… :/

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2 thoughts on “Geld.

  1. Wie wäre es denn mit Bücher bei Amazon/Marketplace kaufen???. Da gibt es vieles ab 3-7 Euro und man kann die Lieferadresse einfach bei demjenigen angeben, den man beschenken möchte…Das würde das Porto sparen…Teilweise geht das sogar als Geschenk verpackt…Wenn es durch amazon verschickt wird…

    • Hallo 🙂 Danke für den Tipp. Ich habe die Bücher bei Medimops geholt. Mit Glück gibt es die Bücher schon ab 0,99€. Natürlich ist da der Nachteil, dass erst mal alles zu mir kommt. Bei den meisten möchte ich aber auch noch etwas beilegen, von daher komme ich um das Porto so oder so nicht rum. Am sinnvollsten wäre es gewesen dieses Jahr Weihnachten einfach zu ignorieren. *g*

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