Rundumschlag.

Es gibt so viel zu sagen, aber nichts davon füllt einen ganzen Artikel. Glaube ich. Und wirklich aufraffen kann ich mich meistens auch nicht. Selbst jetzt nehme ich mir nur 10 Minuten Zeit, denn dann möchte ich ins Bett und mit Domian hoffentlich schnell einschlafen. 

Ich habe mich heute irgendwie ernüchtert gefühlt.

Ob das schon so war bevor ich gelesen habe, dass Eda nun auf der anderen Seite ist weiß ich nicht mehr. Aber ihr Tod hat mich schon irgendwie getroffen und ich konnte die Tränen auch nur halb wegschieben. Ich mag gar nicht dran denken wie es mir gehen würde, wenn ich sie wirklich gekannt hätte. Denn bei ihr lesen ist ja nun mal weit weg von kennen. Und mehr als gelesen habe ich nie. Und ja, ich gehe davon aus, dass es eine Erlösung war. Ungerecht bleibt es.

Irgendwann kam die „Ich will ins Bett und den Tag verschlafen“-Phase. Und sie hat mich beunruhigt. Und ich habe sie ignorieren wollen. Ich bin nicht ins Bett gegangen. Doch genau in dieser Stimmung eröffnet mir der Herzmann, dass Silvester nicht so laufen wird wie geplant und dass es mit seiner Wohnung länger dauern wird. Alles kein Drama, aber mir gings da nicht unbedingt besser mit. Meine Frustrationstoleranz ist ja eh generell sehr gering… aber in so Momenten… *seufz* Nun feiern wir halt hier… und das ist auch okay so. Hauptsache zusammen halt. 

Irgendwo dazwischen kam mein Bruder um den Katzentransportkorb abzuholen. Nicky – „meine“ alte Katze – ist verhaltensauffällig. Und ich mache mir irgendwie Sorgen… und jetzt gerade wird mir auch klar, dass ich sie schätzungsweise nicht mehr wiedersehen werde. Genauso wie ich meinen Kater lange nicht gesehen hatte… und nun hat sich das mit den Tränen unterdrücken auch erledigt…

Das „Gespräch“ mit meinem Bruder war kurz, desinteressiert und oberflächlich. Im Treppenhaus, auf dem Weg nach unten. Nur stolz sein neues Auto präsentiert hat er. Mein kleiner Bruder. Und irgendwie hat er mich nie die große Schwester sein lassen die ich gerne gewesen wäre. Aber vllt. konnte ich den Job auch einfach nicht erledigen… doch nun scheint der Zug abgefahren. Irgendwie sind wir meilenweit entfernt. Mit meinem Vater brechen heißt halt gleichzeitig auch Abstand von dem großen kleinen Bruder nehmen. 

Vllt. war es nicht so die beste Idee mir den 43er mit Milch ausgerechnet heute zu gönnen, aber ich hatte es mir schon so lange vorgenommen. Und nun bin ich weinerlich… Schleusen auf… und schon nach 1 Uhr.  Und ich habe Angst darin direkt wieder den Supergau zu sehen: Ohne Tabletten geht nicht. Dabei wäre auch das nicht das Drama schlechthin. Würde ich die anderen halt wieder einschleichen… 

Auch das Konzert war nicht so wie es sein sollte. Geben mir Schelmish im Normalfall so wahnsinnig viel Kraft war dieses Konzert kräftezehrend. Oder das ganze Wochenende. Denn die Gastgeber sind auf ihre liebenswerte Art und Weise auch sehr sehr schrecklich anstrengend. Allein schon… wer kauft sich Konzertkarten um dann von der Bar aus zuzusehen?! Zum Glück war Nisi mit…

Doch auch sie konnte nicht ausgleichen, dass mich die eine Vorband so sehr in den Wahnsinn trieb, dass ich auf dem Handy Backgammon spielte. Ohren zuhalten wäre auch gut gewesen, aber dafür hatte ich zu wenig Hände. Sie konnte auch nicht überspielen, dass es massive Soundprobleme gab deren extrem hohe Frequenzen bei mir wirklich körperliche Reaktionen auslösten. Ich war von da an einfach sehr angespannt und hatte sogar Schweißausbrüche. Und als ich dann noch die Bekanntschaft mit einer „Dame“ machen durfte, die einfach an Dreistheit, Alkoholkonsum und Ignoranz nicht mehr zu überbieten war, war es halt mit der Entspannung endgültig vorbei. Was sehr schade ist, denn Schelmish spielten alle meine Lieblingslieder und lieferten eine super Show… trotz großer Technikpannen. Und das schönste und nachhaltigste… ist eigentlich dieses Foto… 

 

.. und jetzt geh ich schlafen… denn irgendwie bin ich wirr und angetrunken… 

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2 thoughts on “Rundumschlag.

  1. Ne, und zaubern hat mir auch noch niemand beigebracht 😛 Was ich ja auch ziemlich frech finde. Aber man kann halt nicht alles haben. Jaaa… Konzert war nicht so bombastisch wie erwartet… Vielleicht wäre einiges noch auszuhalten gewesen… Aber die „Dame“ setzte dem ganzen noch die persönliche Krönung auf… Schade…. Aber vllt wird es beim nächsten Mal ja besser oder so 😉 und wir sollten ja mal erwähnen, dass die GastgeberIN auch ne Weile mit vorne war. Bis die „Dame“ ihr gehörig auf die Nerven ging <.<

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