2011 – Teil 1 (Therapie).

Ein Rückblick. Ohne Mist, ich denke seit knapp zwei Wochen darüber nach wie ich diesen schreibe. Wann ich diesen schreibe und vor allem wovon ich reden soll. Denn natürlich erinnere ich mich an wenig. Wen wundert es. 😉 Wenn ich an 2011 denke, dann fallen mir der Herzmann und das Anfangschaos und alles was damit zusammenhängt ein. Und dann hört es auch schon auf mit den spontanen Einfällen. Natürlich… irgendwo ist da die Betreuung. Und die Therapie. Gute Fixpunkte. Aber ohne nachzulesen wird mir auch dazu nicht viel einfallen. Und dann die Klausur. Ganz weit hinten im Kopf. Da war ja was. Also hangele ich mich mal an diesen Punkten entlang… und werfe auch einen Blick auf den Rückblick 2010 vom letzten Jahr. Eigentlich eine gute Richtlinie. Denn den Punkt „Menschen“ hätte ich sonst mal gekonnt wieder vergessen 😉 

Und beim Schreiben habe ich nun gemerkt, dass es ausarten wird. Dass es viel sein wird und ich das Jahr nicht einfach knapp zusammenfassen kann. Also werden es mehrere Artikel. Ich weiß nur noch nicht wie viele… 😉

 

Im Rückblick von 2010 rede ich noch von der Klinik. Dass mein Jahr erst im Februar anfing. Ende Februar. Nach der Klinik. Mittlerweile ist die Klinik weit weit weg. Sie ist keine Option mehr, denn von einem Klinikfall scheine ich weit entfernt zu sein. Auch wenn ich kurz mal über Tagesklinik nachgedacht habe, gerade als es jetzt mit dem Absetzen der Medikamente weit runter ging. Aber ganz ehrlich? Die hätten mich niemals aufgenommen. Dafür bin ich dann doch einfach zu stabil. Und nur weil ich katastrophisiere (wie zur Hölle wird das geschrieben?!) geht es mir noch lange nicht schlecht (genug). Mal davon ab, dass es mich wohl eher raus gebracht hätte als geholfen.  Also… wir sind dem Ziel „nie wieder Klinik“ ein Stück näher gekommen. Und zwar… wie?

Therapie:

Beim Lesen der Therapie-Berichte vom 06.01.11, 27.01.11 und 03.02.11 fällt mir leider nicht so wirklich was positives auf. Eher im Gegenteil. Ich lese den ersten Bericht und sehe: Nicht umgesetzt. Nicht dran geblieben. Dabei war die Idee sehr gut und hat kurzzeitig auch geholfen. Warum bin ich nicht dran geblieben? Beim zweiten und dritten Artikel sehe ich dann, dass ich immer noch unterm „Hausfrauensyndrom“ leide und mein Tempo auch immer noch langsam ist. Mhm. Blöd? 

Dann der 17.03. und 25.03.. Wie schreibt man ungeschützt über einen geschützten Artikel? ^^ Ich denke… für das erste Problem habe ich nach wie vor keine Lösung. Es tut weh. Immer mal wieder. Und es nervt. Und ich hoffe dass es irgendwann einfach aufhört. Auch wenn ich es für unwahrscheinlich halte. Das zweite Problem… löst jetzt gerade in mir nichts mehr aus. Ich weiß mittlerweile, dass mein Vater sich an die Situationen gar nicht mehr erinnert und die Träume haben irgendwann aufgehört. Ich träume immer noch sehr realistisch, aber nicht mehr über dieses Thema. Ob das jetzt zu einer Verbesserung meines Befinden beigetragen hat? Keine Ahnung.

Im April kam dann das was ich eigentlich als „roten Faden“ sah. Und irgendwie war er es dann doch nicht. Das Konzept der Lebensfallen gefällt mir nach wie vor. Wie ich eine Arbeit daran aber aktiv gestalten könnte? Immer noch sehr ratlos. 

Interessant ist jedoch, dass ich froh über die Fortsetzung war. Dass es mich erleichtert hat. Mittlerweile ist es mir jedoch egal. Die Therapie läuft aus. Ende Januar werde ich wohl den letzten Termin haben und es stört mich nicht im geringsten. 

Wir haben im Juni verschiedene Lebensfallen angesprochen. Das Gefühl zu einer Lösung gekommen zu sein habe ich jetzt gerade nicht. Aber vllt. bin ich ja etwas entspannter… *grübel*

Im Juli lese ich immer wieder vom Rehasport und davon, dass ich nicht ausweiche. Jor… ich war nur dreimal da… soviel zum „nicht ausweichen“ 😉 Und dann kam das hier… und ich lese das jetzt und denke drüber nach.. habe ich mich da weiterentwickelt? War das ein wichtiger Schritt nach vorn? Hab ich vllt. eine Erkenntnis daraus gezogen? *grübel*

Im August sehe ich dann wieder mein zentrales Problem. Unverändert bisher. Ich habe keinen roten Faden in mir und meinem Leben und ich weiß nicht wirklich was ich brauche. :/

Fließendes Leben im September. Und wo ist das jetzt hin? *narfz* Aber immerhin wissen wir nun: Es ist möglich. Und die Medikamente sind so gut wie abgesetzt und ich lebe trotzdem noch. 😉

Und dann hören die gescheiten Therapieberichte einfach auf. *grübel* Irgendwie läuft halt alles darauf hinaus. Ich weiß nicht mehr was ich mit der Therapie soll und das obwohl so vieles noch offen ist. Aber vllt. ist das ja auch einfach gerade nicht wichtig. Vllt. kommt man auch ohne die Therapie wieder zum Fließen. Wer weiß…

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2 thoughts on “2011 – Teil 1 (Therapie).

  1. hmm – mir geht wegen dem roten Faden grad was durch den Kopf

    kann es sein, dass du dem „ausweichst“, weil er Vorgaben macht? Und damit vielleicht auch Druck? Weil es bedeuten würde sich an etwas halten zu müssen und wenn das eben nicht klappt das auch zum Thema zu machen (was ja unangenehm ist und dann doch eher Krise auslöst und damit die Krise im Vordergrund steht und nicht mehr der rote Faden?)

    In der Betreuung hatte ich das auch – bis ich mit W. die Vereinbarung traf: einmal in der Woche kommt er in die Wohnung und wir machen Müll – egal was sonst ansteht oder wie es mir sonst geht (denn ich neigte auch dazu ihn dann einfach nicht mehr in die Wohnung zu lassen und mir fielen viele Sachen ein die grad wichtiger waren 😉 ) – und ich brauchte da auch, dass er auf diese 5 Min beharrte, keine Ausrede galt – auch keine Krise – und so bekamen wir nach und nach einen roten Faden rein.

    Denn ihr hattet ja Sachen die gut waren, aber sobald es anstrengender wurde (innerlich) fiel es irgendwie wieder hinten runter.

    Vielleicht lieg ich auch ganz falsch – es war halt bei mir damals so und nachdem sowohl Betreuer als auch Thera nach Absprache auf den roten Faden bestanden – lief es irgendwie besser, zielgerichteter, nicht mehr so von Krisen hin und hergeworfen und wenn keine war, eben nicht recht wissen was tun.

    • Ich weiche ja sogar der Beantwortung dieses Kommentars aus… 😉

      Es bereitet mir Mühe darüber nachzudenken… Ich habe glaub ich kein Problem mit Vorgaben… sondern damit sie einzuhalten… Disziplin. Und D. kontrolliert nicht so wie es vllt. nötig wäre… allerdings widerspricht das glaub ich auch ihrem eigenen Konzept. Ich weiß es nicht… habe das Gefühl wir drehen uns immer mal wieder im Kreis… es fehlt der rote Faden ja… aber anderseits haben wir auch viele akute Dinge immer gut regeln können… Und auch jetzt gibt es genug akutes (Schimmel ^^) was man erst mal erledigen muss bevor wir da ein Konzept rein bringen müssen… denk ich.

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