Verzweiflung erklären.

Auf Grund der Mail einer Freundin von mir, kam meine Mama gestern Abend noch zu mir runter und wollte reden… über vorgestern. Und ich denke nicht, dass ich es wirklich erklären konnte… denn mir ging es gut. Ich hatte den gestrigen Tag gut abgeschlossen. War (vorläufig) mit mir im Reinen… und zufrieden über die mehr als 6 Stunden Lernzeit. Auch die Emails, Kommentare und SMS taten ihr Übriges. Mir ging es wirklich gut. Und ich sollte erklären wieso es mir am Tag vorher so abgrundtief schlecht ging. Und ich denke ich bin an dieser Erklärung gescheitert.

Ich kann es nicht erklären. Ich kann es jetzt gute 30 Stunden später nicht mal mehr nachspüren und der Auslöser erscheint mir so absolut nichtig. Es war halt der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte. Würden mich Psychologen nun befragen ob ich suizidale Absichten habe, würde ich klar sagen: Nein. Denn die habe ich wirklich nicht. Die hatte ich auch beim Schreiben von „Schon wieder…“ nicht. Bei vollem Verstand habe ich die nie. Das ändert nichts daran, dass ich mich häufig scheiße fühle. Dass mein Leben im Moment einer Baustelle mit Fertigstellung in unbekannter Zukunft gleicht. Ich bin schlafen gegangen, weil es die beste Lösung war. Weil ich mich gedanklich sonst weiter zerfleischt hätte. Und abgesehen von den nicht gerade netten Gedanken war es – meiner Meinung nach – auch verantwortungsvoll Promethazin auf Bedarf zu nehmen und schlafen zu gehen. Mir fallen spontan eine handvoll Leute ein, denen es hin und wieder ähnlich geht, die aber nicht offen drüber schreiben. Denn mit den letzten Artikeln kommt auch innerhalb der Familie die Diskussion auf wie öffentlich man schreiben sollte. Ich würde es wohl wieder tun.

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4 thoughts on “Verzweiflung erklären.

  1. Ich weiß nicht, ob Du mich zu den Personen zählst, denen es manchmal ähnlich geht. Davon ab würde ich, aus eigener Erfahrung wohl Ja sagen, aber mehr so ohne Wertung (die ja in meinem Kopf wichtig sind ;))

    Bei mir ist es beispielsweise so, dass ich es nicht direkt so „raus“schreibe. Manchmal schreibe ich, manchmal nicht. Das meiste landet aber in den Entwürfen. Teils, weil es wirklich zu triggernd ist, weil ich dann meist sehr brutale Gedanken habe, die eben mit mir in Verbindung gebracht werden, weil ich ja ebenfalls nicht grad auf anonymste Person mache. & das will ich nicht. Ich will nicht mal, dass Freunde/mir wohlgesonnene Online-Menschen lesen, weil.. Na ja, es mehr so eine Verfilmung eines FSK18-Films mit ziemlich viel Blut & Gemetzel wäre. Wieso ich das nicht will, hat mehrere Gründe, aber die hier auszuführen würde zu lang dauern, hab ich keine Lust zu & Dir nicht antun 😉

    Ich denke schon, dass viele das nicht in den Äther schicken, sondern in den Entwürfen vergammeln lassen.
    Das Wichtigste ist aber wohl, dass man sich selbst damit wohl fühlt, es zu veröffentlichen, ohne sich im Nachhinein dafür schämen zu müssen. & wenn Du das kannst, seh ich da auch keinerlei Probleme drin. Zumindest hab ich noch nie von jemandem gehört, dass er sich über Extrovertiertheit beschwert, was es ja, meines Erachtens, in dem Moment ist 😉

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