Domian – Themennacht (23.02.): Ich hasse dieses Gefühl!

Da kündigt man groß ein Projekt an und dann passiert … nix. Zugegeben der erste Artikel zu dem Thema ist mir auch sehr schwer gefallen… er schreib sich recht steif… und wirkt auch im nachhinein noch so… vllt. einfach der völlig falsche Ansatz… jetzt war es jedenfalls viel leichter. 😉

Gestern lag ich im Bett und habe Domian zum Einschlafen gehört. Ich glaube ich bin auch tatsächlich dabei eingeschlafen. Jedoch konnte ich vorher noch mitbekommen, welches Thema heute ist… und in mir ratterten direkt die Antworten. Heute wäre wieder so ein Tag an dem ich ohne weiteres bei Domian anrufen könnte… und ich würde mehrere Gefühle zu bieten haben. ^^

Wo soll ich da anfangen? 

Zum einen hasse ich generell „Hilflosigkeit„. Wenn ich das Gefühl habe auf etwas keinen Einfluss (mehr) zu haben macht mich das schier wahnsinnig. Das sind die Momente größter Unruhe (auch sehr gut!) und ich kann mich erst (ein wenig) beruhigen, wenn ich alles in meiner Macht stehende getan habe… Wenn ich mir immer wieder sagen kann: „Du hast alles getan, jetzt ist es nicht mehr deine Entscheidung oder dein Einfluss…“

Doch dann kommt direkt das nächste Gefühl… wobei ist es überhaupt eines? Warten! Warten geht mal so gar nicht. Das „Gefühl“… „Wartemodus„. Hölle. Auf eine SMS warten, auf einen Anruf warten, auf eine Entscheidung warten… auf einen bestimmten Termin warten… ungenaue Verabredungen und dann auf die Person warten… Wartezeit überbrücken müssen…. schon bin ich wieder unruhig… 

Ich hasse es auch, wenn ich merke dass ich mich „entliebe„. Wenn ich merke, dass ich mich von dem Menschen immer weiter entferne, wenn das Herzklopfen plötzlich weg ist, wenn ich einfach neutral werde. Netter Mensch, aber noch mal mit ihm ins Bett? Ne, danke. Küssen? Och, muss das sein? ^^ 

Ich könnte noch eine Weile so weiter machen… aber das mit Abstand schlimmste Gefühl… ist wohl diese Zerrissenheit. Etwas tun wollen, aber nicht können. Gegen die eigene Blockade anrennen. Unbedingt wollen, aber keinen Millimeter von der Stelle kommen. Etwas sagen wollen, aber einfach nicht den Mund aufbekommen. Und genau wissen, dass man so nie bekommen wird was man will. Wie auch? Gedankenleser sind eher dünn gesät. Ich würde gerne so viel mehr sein als ich bin… Innerlich bin ich so „verrückt“…. davon würde ich gerne viel mehr nach außen tragen… aber ich traue mich nicht und renne wieder gegen mich selbst. Es macht mich wahnsinnig… 

Doch, wenn ich mich versuche über die letzten Jahr zu betrachten… dann merke ich, dass ich zumindest in Bezug auf meine Beziehungen nicht mehr so häufig zerrissen bin. Dass ich häufiger sage was ich denke, dass das Feedback positiv ist, dass alles so viel angenehmer ist… gerade im Direktvergleich 2006 – Jetzt. Ein völlig anderer, viel offenerer Mensch schaut mich aus dem Spiegel an… und überrascht den Beteiligten…. und vllt. wird es mit dem Rest ja auch noch 😉

Bei Domian selbst – die Sendung gibt es ab morgen oder übermorgen schätze ich mal, wie immer im Nachtlager – waren wieder viele unterschiedliche Menschen und in diesem Fall Gefühle vertreten. 

Die junge Frau die unter Depersonalisation leidet, eine für mich faszinierende, aber völlig nicht nachzuvollziehende Angelegenheit. Kann ich doch schon das „Dissoziieren“ vieler meiner Freunde nicht nachvollziehen und verstehen.

Der junge Mann, der unter seinen unglaublichen Aggressionen leidet und sein halbes Leben in Kliniken, Anstalten und Heimen verbracht hat… Sein Leidensdruck kam bei mir jetzt nicht so an… 

Der ältere Mann, dessen Frau nun mit Brustkrebs in der Klinik liegt und der einfach Angst hat… absolut nachvollziehbar. Dabei frag ich mich gerade wie die Männer der Patientinnen die ich nun auch „kenne“ damit umgegangen sind… vllt. mag die ein oder andere ja was dazu sagen… ansonsten frag ich noch mal „privat“ per Mail nach.

Der Mann, der über Neid spricht und sagt, dass es ihm nicht gefällt neidisch zu sein… und ja, das Problem ist mir durchaus bekannt. Vorhin noch drüber geredet… kann man sich für jemanden freuen, der gerade eine Reihe schöner Dates hat, wenn man doch eigentlich auch selbst gern eines dieser Dates wäre? Ganz ehrlich, ich könnte es nicht. Ich wäre neidisch, würde mich freuen wollen, es diesem Menschen gönnen wollen, aber ich würde mich damit sehr sehr schwer tun. Das geht mir auch leider immer mal wieder so, wenn ich die glücklichen Ehen und langjährigen Beziehungen meiner Freunde anschaue… Und ich merke gerade… es sind bereits 2 (frische) Ehen… und 3 Beziehungen jenseits der 5 Jahre… Meine Güte… ich werde echt alt 😀

Und dann… verließ mich meine Aufmerksamkeit. 😉

Welches Gefühl hasst ihr?

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8 thoughts on “Domian – Themennacht (23.02.): Ich hasse dieses Gefühl!

  1. Welches Gefühl ich hasse ?
    Sich verantwortlich zu fühlen und helfen zu müssen obwohl ich ganz genau weiß das ich das am Ende bereuen werde. ( Du weißt wovon ich spreche )
    Aber ich finde ich habe mich schon gebessert 😉

  2. Hm, ich würde sagen – das Gefühl erkennen zu müssen, dass A, B und C nur „sogenannte Freunde“ sind. Ich nenn sowas ja Faceb**k-Freunde, auch wenn der Kontakt gar nicht über dieses Portal erfolgt ist.

    • Oh ja… das kenne ich auch. In den letzten Jahren bin ich allerdings auch sehr rigoros mit dem Aussortieren geworden. Und da bleiben dann nicht mehr so viele „sogenannte Freunde“ über und man regt sich auch nicht mehr so sehr darüber auf, wenn mal doch ein schwarzes Schaf dazwischen ist…

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