Einer gegen alle.

Aus meiner Leidenschaft zum Trash TV mache ich ja eigentlich kein Geheimnis. Und mir ist der manipulative Aspekt gewisser TV-Sendungen oder generell der Sender auch völlig bewusst. Ob das Gesehene den Tatsachen entspricht ist auch völlig irrelevant. Es geht mir lediglich um den Denkanstoß den ich dadurch bekommen habe… 

„Ein Bus voller Bräute“. Durchaus amüsant. 20 Frauen. Ein Bus. In jedem Dorf 3 Männer. Die Frauen prügeln sich drum. So viel zur Grundlage. Dann war da eine Frau die sich mit allen überworfen hat. Ich fand sie auch schrecklich und ob man das jetzt alles so negativ zusammen schneiden kann ist mehr als fraglich. Eine gewisse Grund…Arroganz wird da wohl vorhanden sein. Wie auch immer, während ich mir das angeschaut habe kam mir der Gedanke: „Wenn wirklich alle gegen einen sind, wie kann man dann noch glauben, dass man mit dem was man tut oder sagt Recht hat?“ „Wenn doch wirklich wirklich alle einen scheiße finden, wieso fängt man dann nicht an darüber nachzudenken ob man nicht vielleicht wirklich scheiße ist?“ 

Und dann kam die Erinnerung. Ich war auch in der Position. Alle fanden mich scheiße. Ich stand da. Eine gegen alle anderen. In der Klinik, wollte mehrfach abbrechen und bin trotzdem da geblieben. Bin irgendwann zu dem Schluss gekommen, dass es nicht an mir liegt. Dass es an den anderen liegen muss. Dass nicht ich scheiße bin, sondern die anderen. Und ich frage mich ob ich auf die genauso gewirkt habe, wie diese Frau da im TV jetzt auf mich. Und ob sich die anderen auch dachten, dass ich doch irgendwann mal verstehen müsste, dass ich mich ändern müsste… 

Und ich habe mich geändert. Nicht so wie die das wollten. Aber ich habe mich geändert. Und ich bin so weit ganz zufrieden damit. Und offensichtlich hat die Masse nicht immer Recht.

Advertisements

4 thoughts on “Einer gegen alle.

  1. Das Wichtige ist doch, dass du merkst „Irgendwas stimmt nicht“, wobei erstmal egal ist, was nicht stimmt. Und dann reflektierst du. Denkst über dich nach. Denkst über die anderen nach. Und du arbeitest an dir, ob nun bewusst, oder unbewusst, für dich oder für sie, oder was ganz anderes. Und du veränderst dich, nein, du entwickelst dich weiter, steigst erfolgreich eine Sprosse höher in deinem Leben. Und wenn du das geschafft hast, nach unten blickst und dir denkst „Ja, so war ich und das war aus diesen und jenen Gründen doof, aber jetzt bin ich HIER und ich bin besser, als vorher.“ dann hat das alles irgendwie doch einen Sinn und etwas gebracht. Denn durch die anderen bist du ein Stück weiter gekommen, du hast aus einer für dich in jenem Moment beschissenen Situation die einzige richtige Konsequenz gezogen und bist gewachsen. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s