Ursache – Wirkung.

Und ich vermisse. Ich bestehe nur aus vermissen. Ständig. Völlig egal wen ich da vermisse. Auch wenn es gerade ziemlich akut das Blaulicht ist. Zu der Verlorenheit, dem nicht wissen wo ich stehe kommt nun halt dieses Vermissen. Es kommt mir vor wie Wochen, Monate. Als hätten wir uns ewig nicht gesehen. Also wäre das alles lange vorbei und als wäre es das auch unwiederbringlich. Dabei sind es gerade mal 10 Tage. Die mir vorkommen wie die Ewigkeit. Wie eine sehr lange Ewigkeit. Vor allem nicht wie ein vorübergehender Zustand, sondern schrecklich endgültig.

Und ich schwanke zwischen Stolz und Sorgen. Zwischen Vermissen und Verdrängen. Vergessen wollen. Zwischen Aufregen und Nachsicht. Und immer wieder die Frage: Wie schaffe ich das immer wieder? Warum schaffe ich das immer wieder? Warum ist das immer alles so nah beieinander und wieso kann ich nichts einfach abschließen.

Aber dann der Gedanke an diese unglaubliche Magie. Jenseits der Rationalität. Jenseits sämtlicher Erklärungen. Einfach nur kitschiges Funken sprühen. Und ich bin kein Mensch für kitschiges Funken sprühen. Aber sie sprühen. Instant bei Ansicht. Und zurück bleibt eine kleine Glut und irgendwann nur Asche. Wie lange braucht es bis ein Mensch verglüht? Weißt du von dieser Macht?

Und ich lenke mich ab. Mit Gesprächen die ich nicht führen sollte. Mit Verabredungen die ich nicht treffen sollte und meine Energie verpufft irgendwohin. Selten sinnvoll. Meistens in sinnlosen Spielereien. Ich verschwende Energie für Tagträumereien die maximal Teile von mir wirklich als sinnvoll erachten. Und selbst die nicht mit letzter Überzeugung.

Ich bestehe nur noch aus Rechtfertigungen. Bin nur noch am Erklären und bleibe dabei dennoch irgendwie… allein. Ich erkläre mich schwindelig. Und weiß doch gar nicht wo ich stehe. Was ich bin, was ich nur will aber gar nicht sein kann.

Ich ignoriere das schlechte Gefühl, dass sich bei mir grundsätzlich irgendwo zwischen Herz und Hals ansiedelt. Ich ignoriere es seit Tagen. Diese latente Angst einen Fehler zu begehen, mich in Gefahr zu begeben. Gefahr die ich nicht einordnen kann. Irgendwo innen vllt.

Und jedes Gespräch in mir brodelt. Wahrnehmung steht auf Alarm. Überall sehe ich Angriffe. Filter völlig ausgeschaltet. Neutralität irgendwie nicht existent. Ich unterstelle und verurteile. Basierend auf dem schlechten Gefühl. Welches ich dann doch ignoriere, bevor ich wieder zurück rudere.

Aber das Gefühl bleibt.

Jetzt diese Nacht. Alle schlafen, oder wollen nicht reden. Ich würde reden wollen, aber habe nichts zu sagen. Ich mag einfach nur nicht alleine sein. Der Nacht fehlt ihre Magie. Sie tut nur weh. Und ich vermisse. Ganz schrecklich.  

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4 thoughts on “Ursache – Wirkung.

  1. *knuddel*
    ich kann sooo gut mit Dir fühlen.
    Mein Verlust ist jetzt neun Tage alt, aber ich entwickel nun langsam Strategien um dem irgendwie Herr zu werden.
    glg sue

    • Mit dem Unterschied, dass du schon irgendwie eine Beziehung verloren hast… und ich irgendwie ja nicht. Falls überhaupt. Männer sind doch schon… echt blöd, nicht? *reknuddel*

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