Anstöße.

„Du wirkst auf mich schon die ganzen letzten Wochen so einsam und ich weiß nicht ob du dich einsam machst oder ob das von außen kommt.“

„Man muss immer entscheiden ob man Beziehungen so wie sie sind weiter tragen kann. Auch Freundschaften.“

„Du kannst da nichts daran ändern und musst einfach bei dir bleiben.“

„Vielleicht solltest du deinen Blick mal darauf richten, wieso du dir immer diese Sorte Mann aussuchst.“

„Du solltest schauen, dass du die Zeit bis zur Klinik möglichst gut herum bekommst. Nicht einfach nur überleben, denn das machst du ausgezeichnet. Sondern auch gut nutzen.“

„Würdest du denn den Weg über die Notfall-Einweisung gehen wollen?“

„Welche Säulen hast du denn in deinem Leben?“

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11 thoughts on “Anstöße.

  1. “Vielleicht solltest du deinen Blick mal darauf richten, wieso du dir immer diese Sorte Mann aussuchst.”

    Wenn ich sowas lese, kommt mir ein wenig die Wut hoch. Niemand sucht sich aus, in wen er oder sie sich verliebt. Wer vorgibt, das zu können, liebt in meinen Augen nicht. Ich kann mich ja nicht hinstellen und sagen:“In dich bin ich jetzt verliebt!“, oder sowas in der Art :-/

    Bei meiner letzten großen Liebe wurde ich einige male gefragt, warum ausgerechnet sie, wo sie mir doch alles andere als gut tut. Und ich weiß bis heute nicht, warum. Es war einfach so.

    • Nö, ich verstehe das schon und sehe das auch so. Das „aussuchen“ muss in dem Fall ja nicht bewusst sein. Aber dass ich ein Schema in meiner Männerwahl habe, welches mir nicht wirklich gut tut und mich immer wieder vor die gleichen schmerzhaften Erfahrungen wirft ist halt mehr als deutlich. Also ist die Frage was in mir sich immer wieder diesem Mist aussetzt nicht sonderlich weit hergeholt. Irgendwas in mir tickt falsch und begünstigt das… die Frage ist nun.. was und wie kann ich es verhindern. Oder zumindest schneller bemerken und den Rückzug antreten…

      • Mir hat mal jemand gesagt, dass ich ein Magnet für „schwierige Fälle“ bin. Vermutlich ist das so etwas wie ein Helfersyndrom, ohne zu wissen, ob sie wirklich Hilfe wollen und brauchen. Und wenn ja, ob ich der bin, der helfen kann. Wenn ich so zurück blicke, war bzw ist ein Stückchen was dran, befürchte ich.

        • Ja, ich denke das spielt bei mir auch ein wenig mit. Dass ich so viel Verständnis für Psycho-Klatschen habe und man den Mist bei mir so gut abladen kann… weil ich es ja nachvollziehen kann… *narfz*

      • Du hattest schon ganz am Anfang mal etwas in der Art geschrieben, das du dir immer solche aussuchst oder so – da war noch Wolke 7

  2. Hm, das mit den Männer (oder Frauen) ist so ne Sache. Es gibt sicher ein Schema, aber das meine ich jetzt nicht ausschließlich auf dich bezogen.
    Es gibt so etwas wie eine bestimmte Ausstrahlung, die einen Mann attraktiv für einen macht. Folgt man dieser, wird enttäuscht, bedeutet das noch lange nicht, dass eine ähnliche/ gleiche Ausstrahlung bei einem anderen Mann nicht wieder dasselbe in einem auslösen kann: Anziehung.
    Es ist bloß die Frage, welches eigentliche „Problem“ dahintersteht: ist es Macht, die er ausstrahlt? Machotyp? Coolness? Typ Frauenschwarm?
    Man muss das Muster in sich selbst erkennen, um eine erneute Enttäuschung mit einem ähnlich tickenden Mann zu vermeiden.
    Und meiner Meinung nach fängt das dabei an zu gucken, was man selbst braucht. Bedürfnisse sondieren.
    Will ich einen treuen Partner oder bin ich stark eifersüchtig? Vergiss die Machos und Frauenschwarm-Kerle.
    Will ich die bestimmende in der Beziehung sein – vergiss die Machos und die Coolen, die, die Macht ausstrahlen.
    Ich denke, dass das, was man selbst als „Defizit“ bei sich selbst sieht (Selbstbewusstsein, Herrschaft über das eigene Leben oder was auch immer) dann in dem anderen sieht, bewundert, haben will. Haben wollen muss aber dann so verstanden werden, dass man es in sich selbst haben will – nicht als Partner. Ein Partner, der sehr dominant ist, kann das eigene fehlende Selbstbewusstsein gerade nicht ausgleichen, sondern verschlimmert das eigene Empfinden.

    Just my 2 Cents als Hobby-Psychologin 😉

    • Machst du ganz gut den Hobby-Psychologinnen-Job. 😉

      Ich sehe das ähnlich. Man bewundert was man selbst nicht hat. Und ja, ich bin jemand der zu seinem Partner aufschauen möchte. Davon werde ich auch nicht abweichen. Ich möchte bewundern und anhimmeln. Das Klischee der starken Schulter… der starke Mann… bla. Anschauen und denken „Boah, hab ich da nen tollen Mann an meiner Seite.“
      Ich tue mich allerdings schwer damit zu akzeptieren, dass solche starken Männer ihre Gefühle meistens im Tiefkühlfach lagern. Und irgendwie tun sie das. Aber gibt es das nicht auch anders? Diszipliniert und trotzdem liebevoll? Oder gibt es das nur bei Frauen?
      Ich mein der Herzmann war unglaublich lieb… aber einfach nicht… ambitioniert. Er hat auch nicht gebrannt… und vllt. hatte er genau deswegen so viel Verständnis für alles. Gibt es Disziplin nicht gepaart mit Empathie? Ein „Ich ziehe mein Ding zwar gnadenlos durch, aber ich verstehe, dass du das nicht kannst und bin für dich da?“ Mau. Ich glaub ich weiß schon was ich will… ich befürchte nur, dass es das nicht auf dem Markt gibt.

  3. Weltstars und gekrönte Häupter können sich vielleicht aussuchen, in wen sie sich verlieben. Wir aber müssen uns wohl in das vergucken, was aus Laune und Zufall heraus an uns interessiert scheint.
    Gerade ärgere ich mich über die, in meinen Augen ziemlich dämliche, Fragerei eines Biographen, warum Franz Kafka 700 Briefe in die Stenotypistin Felice Bauer investierte? Weil die 16jährige Margarethe Kirchner ihm zuvor in Weimar einen Vogel zeigte!
    „Ein mittlerer Beamter, ein Schriftsteller, beides mit mäßigen Aussichten, und überdies meschugge. Warum gerade DER?“ fragte sich umgekehrt die Familie von Felice Bauer. Hingegen mir ein Blick auf das Zahnbild von Felice Bauer genügt, zu erkennen, dass man sich eigentlich recht glücklich schätzen konnte mit diesem Bewerber.
    Wer im Ernst behauptet, sich seine Partner nach einem von ihm bestimmten „Beuteschema“ zu wählen, der zeige mir bitte seine Liebesbriefe an George Clooney oder Jennifer Lopez.
    „Der Mensch hofft einst fein und still, dass er kriegt, was er will. Bis er dann dem Wahn erliegt, und will, was er kriegt.“

    • Wolltest du jetzt etwas zu mir und meinem Problem beitragen, oder wolltest du nur ein wenig über Kafka reden? Mal davon ab, dass ich Kafka absolut nicht leiden kann, habe ich bei dir das Gefühl, dass du dich einfach nur sehr sehr gerne selbst liest.

      Davon ab liest sich das für mich so, als würde man sich nur in die Menschen verlieben, die sich für einen interessieren. Wäre es so, gäbe es keine unglücklich verliebten Menschen. Man hätte sich ja mit dem hässlichen Rest der übrig geblieben ist abgefunden. Verliebt sein an sich ist ein tolles Gefühl. Selbst wenn es nicht dauerhaft von Erfolg gekrönt ist.

      Auf die Arroganz den hässlicheren unter uns gegenüber gehe ich besser gar nicht erst ein. ^^ Übrigens sind auch Weltstars einfach nur Menschen. Hab ich mal gehört.

  4. Pingback: Säulen. | Svüchiatrie.

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