Zukunft.

Zwei – nun vergangene – Termine möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Denn sie sind nicht einfach nur vorbei, nein sie sind auch erst mal ziemlich entscheidend. 🙂

Zum einen wäre da der Termin bei meiner neuen Psychiaterin zu erwähnen.

Sie hat den Platz meiner Ehemaligen eingenommen in dem Ärztezentrum dem ich weitgehend den Rücken gekehrt habe. Da das aber die schnellste und unkomplizierteste Möglichkeit war und ich im Endeffekt möglichst schnell eine Meinung von Außen haben wollte war das schon ganz gut so. Montags an ihrem ersten Tag angerufen und Mittwochs den Termin gehabt. Eigentlich um 11 Uhr. Überpünktlich wie ich bin war ich aber um kurz nach halb da und überraschenderweise auch um viertel vor bei ihr im Zimmer. 

Sympathische, ältere Dame. Ganz nach meinem Geschmack. Mein Humor, meine Schnauze. Und sie hat sich sehr sehr viel Zeit genommen. Die Termine waren auf 1 Stunde angesetzt. Ich hatte somit sogar mehr als 1 Stunde Gesprächszeit. 

Es war ein angenehmes Gespräch, welches mit einem „Wie geht es Ihnen?“ – „Gut.“ – „Was machen sie dann hier?“ begann und mit einer Einweisung „Schauen sie halt, was sie damit anstellen.“ endete. 

Dazwischen hab ich versucht die letzten Jahre ein wenig zusammen zufassen. Habe mich von ihren Fragen und Aussagen sehr bestätigt gefühlt und kann jedem nur empfehlen, diese Ärztin zu besuchen. Man merkt, dass sie Zeit haben möchte für ihre Patienten. Und dass sie wert darauf legt, dass die Patienten selbst mitdenken und mündig sind. Solche Ärzte sollte es viel mehr geben. Ich hab meine was das angeht jetzt hoffentlich bald zusammen. *g* 

Fazit aus dem Gespräch ist, dass ich keinen weiteren Termin habe. Mich melden soll, wenn irgendwas ist. Und sie meine Entscheidung gegen die Medikamente befürwortet. Ich müsse mir nur im Klaren sein, dass es mir nicht immer so gut gehen wird wie im Moment und dass ich da dann auch – ohne Medikamente – wieder alleine raus müsste. Ja, bin ich. Und vollständig abgefahren ist der Zug ja sicher auch nicht. 

Die Einweisung für die Tagesklinik gab es trotzdem. Zumindest anschauen sollte ich es mir. Frühzeitig gehen könnte ich ja immer noch.

Mit dem heutigen Termin hat sich die Lage dann wieder etwas geändert.

Heute ging es wieder zur Job-Orientierung.

Ein wenig verwirrend, weil durch den Umzug die Büros jetzt gesplittet sind und wir eigentlich im falschen Gebäude waren, aber dann zufällig doch im richtigen, weil mein Ansprechpartner da gerade Vertretung hatte. ^^

Aus dem letzten Gespräch stand „Kreativwerkstatt“ oder „EDV“ im Raum. Er befürwortete ersteres. Ich letzteres. Im Endeffekt wurde es gar nichts von beidem. Die Idee kam ihm wohl mitten im Gespräch, jedenfalls machte das den Eindruck.

Im Oktober wird eine Stelle in der Verwaltung frei. Verwaltung und Empfang. Bürokram *jubel* und „Kunden“kontakt *hust*. Zuständig für die armen Menschen die da Dienstags und Donnerstags ankommen und einen Gesprächstermin wollen. Ansonsten Krankenscheine abheften, abhaken,  Statistiken führen (kann ich ja jetzt xD) und alles was so anfällt.  In jedem Fall eine Herausforderung. Aber immerhin besser als zum Basteln verdammt zu sein 😉

Meine anfängliche eher nicht existente Begeisterung konnte ich mit vielen, vielen Nachfragen etwas steigern. Jederzeit Ansprechpartner, um Hilfe rufen können, weitestgehend zu zweit im Büro (und zwar maximal! zu zweit <3) und auf ewig verdammt sowieso schon mal gar nicht. Sollte irgendwas überhaupt nicht gehen, kann man auch über einen Stellenwechsel nachdenken. Generell wird einem für keinen Fehler der Kopf abgerissen. Und so weiter und so fort.

„Also im August könnten sie anfangen.. wobei mir September lieber wäre.“ – „Mir auch.“ – „Ja, dann passt das doch super.“ – „Ja, dann kann ich das Ticket auch noch umschreiben. Kann da erst um 9 Uhr mit fahren.“ – „Sie können auch erst um 10 Uhr anfangen.“ – „Okay… ?!“ – „Ja, das ist doch gut. 10-13 Uhr. Wir sind da flexibel. 30€ fürs Ticket bekommen sie ja eh.“ Muhaha. 😀 So ganz nebenbei passt diese Arbeitszeit auch perfekt in meine aktuell vorhandene Struktur. Sie ermöglicht mir das Frühstück vorher, das Mittagessen bei Ankunft zu Hause. Ohne die jetzigen Zeiten ändern zu müssen. Supermärkte liegen quasi auf dem Weg. Und der Nachmittag ist trotzdem noch übrig. 🙂

Jetzt noch darauf warten, dass das Amt das bestätigt – es gibt keinen Grund, warum es das nicht tun sollte… war ja immerhin Initiative vom Amt – und dann Arbeitsbeginn 03.09.2012 um 10 Uhr. 1 Monat Eingewöhnung ins „System“, dann ab Oktober der Job in der Verwaltung. 

Ein wenig grummelig im Bauch… aber das wird schon. Früher wollte ich eh immer ins Büro. 😀

Die Tagesklinik hat sich damit so gut wie erledigt. Ich bin da selbst immer noch etwas skeptisch, weil sie all das was in den letzten 5 Wochen alleine funktioniert wieder zerschlagen würde und es jetzt nur noch um 4 Wochen ginge. Ich bin mir nicht mal sicher ob die Tagesklinik das befürworten könnte. Zumal die definitiv für die Medikamente plädieren würde. 

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14 thoughts on “Zukunft.

  1. Verwaltung ist auch deswegen gut, weil es feste Strukturen gibt. So störend und beklemmend diese Starre in manchen Lebensphasen sein mag, ich glaube, du kannst gerade sehr davon profitieren. Freu mich für dich und bin gespannt, wie es dir dort ergehen wird! 🙂

    Katja, selber viele Verwaltungsjahre auf dem Verwaltungsfachwirtinnenbuckel habend

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