Wohnungskram.

Eigentlich hatte ich das Thema Wohnungswechsel für mich abgeschlossen. Im angemessenen Satz gab es keine relevanten Angebote und ein Umzug ist ja sowieso überaus stressig. Davon ab mag ich meine Wohnung und auch die Wohnlage. Selbst wenn man mir immer mal wieder sagt, dass es ein Ghetto ist und ich doch endlich woanders hinziehen sollte. Die Verkehrsanbindung ist unübertroffen und das ist nun mal ein Hauptkriterium. (Neben der Haustierhaltung und der Badewanne.) Durch ein Gespräch auf der Arbeit fing ich allerdings wieder an drüber nach zudenken. Der Mietsatz ist erhöht worden. Möglicherweise gäbe es nun doch Wohnungen die in den Satz fallen und meinen Ansprüchen genügen. Irgendwann fiel der Satz „Wir kriegen dich aus deiner Wohnung schon raus.“  Mhm.. will ich das denn?

Durch den Schimmel und der unkooperativen Hausverwaltung wäre es wohl durchaus möglich hier aus der Wohnung zu kommen und sogar den Umzug finanziert zu bekommen. Was das Wohnungsangebot allerdings nicht verbessert. 😉

Auch sind die Amtsgänge ja nun mal immer sehr stressig und selbst die Auseinandersetzung mit der Hausverwaltung ist ja jetzt eher nicht so meins.  Dabei könnte man auch Mietminderung in Erwägung ziehen oder Mieterschutzbund, Anwalt über Kostenbeihilfe etc.  Denke mir aber auch immer wieder: SO schlimm ist es doch gar nicht. 

Bis auf die Stelle durch die undichte Fuge , wo ich wirklich der Hausverwaltung noch mal Meldung machen müsste, ist im Schlafzimmer alles weggetrocknet. Man hat halt noch diese Flecken die bleiben, wenn etwas mal feucht war… und es nun nicht mehr ist. Aber Schimmel ist das zu 90% halt nicht.

Im Bad ist so sichtbar … nichts. Allerdings habe ich Angst vor dem was unter der Tapete theoretisch sein könnte. Finde es nämlich überaus merkwürdig, dass da nie was war… logisch, oder? 😉

In der Küche haben D. und ich ja Teile der Tapete entfernt… da ist nie wieder etwas nachgekommen. Und wir reden hier immerhin auch schon von 9 Monaten.

Im Wohnzimmer… mhm. Sichtbar ist hier ein… dehnbarer Begriff. Auf den ersten Blick sieht man nichts. Man muss schon hinter die Rollo-Anbringung sehen um festzustellen, dass die Tapete überm Fenster –  also da wo das gekippte Fenster halt wäre, ihr versteht? – durchhängt. Und kleine schwarze Flecken hat. Genauso wie mir gerade beim Schreiben so ein wenig auffiel, dass sich die Tapete direkt vor meiner Nase in der Ecke auch nach außen wölbt und Risse hat… Die Wand hat eindeutig gearbeitet…. Feucht war sie auch mal, denn es schimmert die gelbe Farbe von drunter durch… Ja… schön ist sicher… anders. 

Doch wäre mir das jetzt überhaupt aufgefallen, wenn ich da nicht übersensibilisiert wäre? Bedenklich für meine Gesundheit halte ich das jetzt im Moment nicht. Meine Wände sind weder bunt noch schwarz. Sichtbare Sporen schwirren hier auch nicht mehr rum. Ich habe keinerlei Symptome die ich nicht vorher auch hatte. Aufschluss darüber wird das Blutergebnis der Studie geben, an der ich teilgenommen habe. Ich bin definitiv gespannt drauf.

An der Küche kann man sehen, dass der Schimmel nicht nachkommt, wenn die Tapete an der Stelle erst mal weg ist. Führt zu der Überlegung das im Wohnzimmer auch mal in Angriff zu nehmen. Zumal ich eh nicht verstehe wieso da unbedingt Tapete drüber sein muss. An den Stellen fänd ich bemalten Putz ausreichend. Die arbeitenden Wände wären da natürlich eine andere Hausnummer.

Eine Freundin meinte am Wochenende, dass ich das in Eigenregie in Angriff nehmen sollte, wenn ich meine Wohnung wirklich so gerne mögen würde. Klar, bezahlt bekomme ich das von niemandem. Bin ja auch angeblich selbst Schuld. Und ein Teil in mir denkt: Gut. Machen wir. Langsam, aber sicher. Immerhin mag ich hier bleiben.

Der andere Teil in mir denkt: Klar, machst du dir die Arbeit und dann schimmelt es durch, weil die Fassade halt mehr wie nen Schwamm funktioniert und es hier mehrmals im Monat arschkalt ist und du nicht mal heizen kannst… Aber das weiß ich ja nicht mal sicher und von daher stellt sich die Frage: Nicht erst mal schön machen und wohlfühlen?

Oder: Wie finde ich vorher raus ob die Wände feucht sind, es an mir oder der Fassade liegt und es sich lohnt was zu machen? 

Und wir drehen uns weiter fröhlich im Kreis. Nur nimmt es mich nicht mehr so sehr mit wie Anfang des Jahres. 😉

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4 thoughts on “Wohnungskram.

  1. Öhm, beim Amt mal anfragen, ob jmd vom Gesundheitsamt (oder direkt da anfragen) die Wohnung prüfen kann. Mit diesen tollen Dingern, die man an die Wände hält, um zu messen, wie hoch die Feuchtigkeit is etc. – wurde hier gemacht, Kosten wurden übernommen 🙂

  2. genau den tipp wollte ich dir auch geben, da war schon jemand schneller 🙂
    ich hatte ja in meiner alten wohnung so starke schimmelprobleme, da kam einer und hat ein gutachten erstellt (ok, das hat der vermieter bezahlt), der hatte auch so ein messding.

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