Weihnachten.

Wir haben noch nicht ganz Ende November und ich bin schon massiv von Weihnachten genervt.

Aktuell geht die Planung der Feiertage in die heiße Phase und das ist in den letzten 5 Jahren nun mal nie sonderlich leicht gewesen. Das geht nicht nur mir so, sondern sicherlich allen Scheidungskindern. Ich sehe das ja auch bei meinem Bruder, bei dem auch noch die Familie seiner Freundin hinzukommt. So gesehen teilt er sich zwischen unserer Mama und unserem Papa auf, sowie noch die Mutter von seiner Freundin. Da ist es dann wieder ganz praktisch, dass ihr Vater auch der Freund meiner Mutter ist. So sind es nur 3 statt 4 Stationen. Aber auch die Kinder von der Freundin meines Vaters haben einen speziellen Tag und irgendwann wurde davon ausgegangen, dass wir da auch anwesend sind. Somit sind es dann doch schon 4 Stationen für ihn… 3 für mich. Hätte ich jetzt einen Partner wären es auch 4… und Feiertage gibt es ja so gesehen nur 3. Und eigentlich wollen alle einen an Heiligabend sehen. Gnarr. 

Klar, man könnte jetzt die Vorteile anbringen. Mehr Geschenke. Mehr leckeres Essen. Vor allem verschiedenes leckeres Essen. Nicht von der Hand zu weisen, immerhin muss man an den Feiertagen zu keiner Zeit für sich selbst sorgen. Aber wie man alle zufriedenstellt, das sagt einem irgendwie keiner. Und so bin ich immer schon frühzeitig genervt. Gänzlich ohne den Aspekt „Ich habe noch keine Geschenke… Panik!“ überhaupt einzubeziehen. Der kommt noch da drauf. Und wenn man die vielen unterschiedlichen Stationen betrachtet, dann fällt einem vielleicht auch auf, dass man plötzlich mehr Geschenke braucht… Also direkt noch ein Nachteil… 

Und so diskutiert man mit allen Parteien, fragt wann man wo zu sein hat und bekommt ständig die Frage-Antwort „Musst du das jetzt wissen?“ Und ich sage „Ja, so langsam wäre gut. Müsste ja auch mal planen. Und vllt. Ticket kaufen. Oder jemanden für die Katzen finden. Oder gar beides.“ Aber im Endeffekt werde ich trotzdem vertröstet. Oder sage an einem Tag zu (Freitag) und bekomme heute (Sonntag ^^) mitgeteilt, dass der Plan von Freitag sich geändert hat und plötzlich total beschissen für mich ist. Stressiges als nötig. Viel stressiger. 

Mittlerweile sieht der aktuelle Stand so aus:

Ich gehe am 23.12. auf das Massendefekt-Konzert. Mit der lieben Nad, die das hoffentlich nicht vergessen hat. ^^ Irgendwann am 24. wache ich auf, packe meine Klamotten zusammen, werde an Heiligabend brav unter dem Baum meines Vaters verbringen und von dort relativ früh mit meinem Bruder zu meiner Mutter fahren. Der fährt allerdings am Tag drauf schon wieder zurück nach Essen, was mir zu stressig ist. Bisher hieß es, dass er am 26. zurück fährt. Das wäre okay gewesen. Aber nein, er fährt am 25. zurück. Also folge ich irgendwann mit der Bahn. Habe ja am  27. und 28. frei. Leider. Wann ich zurück fahre weiß ich natürlich noch nicht, denn meine Mutter ist sich gerade nicht schlüssig wie viel Zeit sie gerne alleine in trauter Zweisamkeit mit ihrem Freund verbringen möchte. Sprich: Sie weiß nicht ab wann ich störe. Blöd nur, dass ich das Bahnticket frühzeitig holen sollte, wenn es bezahlbar sein soll. Zu mal ichs eh blöd finde 30€ zu bezahlen :/ Und bei den aktuellen Plänen brauche ich auch jemanden für die Miezen. Vermutlich. Und wirklich glücklich bin ich damit jetzt auch nicht. Tendenziell würde ich mich glaub ich einfach gerne ab dem 23.12. spät abends bis nach Neujahr in meine Wohnung sperren. Bloß nicht auf Happy Family machen, keine glücklichen Pärchen sehen und schon gar nicht aufs Neue Jahr anstoßen. Aber schätze das wird wie immer nicht funktionieren und vermutlich wäre ich in dem Fall dann auch ganz schrecklich einsam…

Ich find Weihnachten blöd. Jedes Jahr wieder.

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2 thoughts on “Weihnachten.

  1. Das du Weihnachten deswegen doof findest, kann ich nachvollziehen und hast du bei mir ja schon kommentiert. Bei uns ist es nicht unbedingt weniger stressig, denn wir haben auch mindestens 3 „Stationen“: Eric’s Mutter mit Mann und seine Oma, sein Vater, meine Eltern und meine Oma. Eric hat noch nen Bruder (jetzt auch mit Freundin) und ich hab noch 2 Brüder mit jeweils zugehörigen Freundin. Das wir dann bei meinen Eltern alle zusammen essen, ist dann auch etwas schwierig. Die Planerei geht meistens auch drunter und drüber und ändert sich noch 5mal zwischendurch. Trotzdem mag ich Weihnachten, auch wenn bei uns in der Familie längst nicht alles perfekt ist, mag ich dieses Familiäre einfach.

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