Titellos.

Und dann ist da plötzlich dieses Bild. Von dem Mann, den man mal kannte. Vor über 6 Jahren. Und es war eine schöne Zeit. Intensiv & kurz. Und irgendwann sehr plötzlich zu Ende. Ich weiß nicht mehr wieso es so war. In meiner Erinnerung reagierte er plötzlich nicht mehr und war somit verschollen. Ich habe es eine Weile versucht, ihn immer mal wieder gesucht. Und plötzlich ist er da. Besucht mein Profil ohne zu wissen, dass es meins ist. Und ich sehe mir seins an und finde ihn noch genauso wunderbar wie damals. Und ich schreibe ihm. Habe ja nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall erinnert er sich nicht mehr an mich. 

Aber er erinnert sich. Er schreibt zurück. Fragt wie es mir so ergangen ist. In den letzten Jahren. 

Und ich warte mit der Antwort über 2 Wochen. Weil ich nicht weiß was ich schreiben soll. Weil er jemanden sucht, der „auf sein Leben klar kommt“. Und ich damit natürlich total raus falle. Was ich vielleicht aber auch so schon tue und es einfach nur nostalgisches Interesse ist. 

Aber es schmerzt so. Drüber nachzudenken wie die letzten Jahre liefen. Dass ich 2006 mit meinem Abitur auf meinem Leistungshöhepunkt war und jetzt einfach immer noch nichts erreicht habe. Es tut weh nichts positives erzählen zu können, wenn jemand nach den letzten Jahren fragt…

„Hey du… ich bin in den letzten Jahren nur dicker geworden. Ansonsten hab ich nix zu erzählen.“

Ich hab ihm die Wahrheit geschrieben. 

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8 thoughts on “Titellos.

  1. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass „unsereins“ (ich denke du weißt was für eine Personengruppe ich damit meine) Maßstäbe anders setzen sollte, als „Bekannte/Freunde von früher“.
    Wenn man sich mit solchen Leuten vergleicht, die größtenteils normale Leben führen, ist das völlig frustrierend. Denkt man aber unabhängig davon darüber nach, was man in den letzten Jahren erreicht hat, scheint es so viel zu sein, wie die meisten dieser von-früher-Leute niemals schaffen würden. Die Umstände sind einfach anders und (wie ich finde) härter.

    • Es ist auch nicht unbedingt so, dass ich nicht akzeptiere, dass mein Leben langsamer läuft. Das hab ich vllt. gestern falsch ausgedrückt. Natürlich finde ich das nicht super. Aber man gewöhnt sich dran. Im Alltag ist das auch okay. Die Menschen die immer da sind, oder die man neu kennen lernt.
      Aber dieses spezielle Gefühl, jemandem aus der Vergangenheit auf die Frage „Wie liefs in den letzten Jahren?“ so eine Antwort geben zu müssen… ist etwas was ich noch nicht so gut kann. Zumal man die offensichtlichen Erfolge halt auch nicht so kurz zusammenfassen kann.

  2. So wie du geantwortet hast auf diese Frage, so mache ich das auch immer wenn mir „Leute von Früher“ solche Fragen stellen. Wobei ich dann gerne in der Antwort varrieren tue, je nachdem wie ich an dem Tag drauf bin oder wie gut oder schlecht ich den Menschen der Fragt nun mag.

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