Gründe.

Und nun nach 2 Jahren wird es Zeit erneut über die Gründe nachzudenken. Die alte Fassung wollte ich verlinken. Eine neue schreiben. Dann habe ich mir die alte noch mal durchgelesen und stelle fest: Ich unterschreibe sie immer noch. Ja, so ist es. Nur dass ich hinzufügen kann, dass ich übers Bloggen viele, viele mich bereichernde Menschen kennengelernt habe. Ohne wäre das niemals so gekommen. Und ich möchte euch nicht mehr missen. 🙂

Warum blogge ich (immer noch)?

Kurzfristig kann ich meinen Kopf freibekommen, der immer viel zu viel Input bekommt und nur die wenigsten Sachen unbearbeitet vergisst. Ich kann das schreiben, was sonst in meinem Kopf Amok laufen würde. Ich werde das los, was mich sonst ewig beschäftigt und nicht ruhig schlafen lassen würde. Ich bin nach dem Schreiben ruhiger. Ausgeglichener. Zufriedener. Während ich Dinge aufschreibe, ordne ich sie neu. Manchmal ergeben sie einen Sinn, den ich vorher gar nicht gesehen habe. Zusammenhänge erschließen sich, die vorher im absoluten Nebel lagen.

Das hat natürlich auch den langfristigen Effekt, dass sich daraus Möglichkeiten ergeben mit Gegebenheiten besser umzugehen. Etwas was man versteht kann man anfassen und verändern. Was begriffen wurde ist bearbeitbar. Nicht umsonst heißt es, dass man Dinge in eigenen Worten wiedergeben können muss um etwas wirklich verstanden zu haben. Nichts anderes tue ich hier. Habe ich einen sinnvollen Text verfasst, habe ich (spätestens) am Ende auch begriffen warum es so ist wie es ist. Ich habe mein Kopfchaos dann in eigenen Worten wiedergegeben. Danach kann ich (besser) damit umgehen.

Weiterhin habe ich einfach schon immer ein sehr ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis gehabt. Wie schätzungsweise die meisten Blogger. Ich bin so arrogant zu behaupten, dass meine Gedanken und Worte nicht einfach im Nichts zu verschwinden haben. Sie sind (mir) zu wertvoll um sie einfach ins „Leere“ zu denken. Ich möchte Rückmeldungen bekommen, wissen dass ich „gehört“ werde, merken, dass ich „beachtet“ werde. Ob sich das durch (gern gesehene) Kommentare äußert oder durch die wachsende Besucherzahl. Möglich, dass es eine Folge meiner Unsicherheit ist. Dass es ein weiteres nach „Bestätigung suchen“ ist um mein kleines Ego aufzurichten. Aber im Endeffekt ist es auch egal, ich bin mit meinen Artikeln zufrieden. Wäre ich es nicht, würde ich sie nicht veröffentlichen.

Da ich für mich selbst ungern schreibe, scheitern die Versuche Positivtagebuch zu schreiben meistens recht schnell. Schreibe ich öffentlich bleibe ich dabei. Wenn es auch merkwürdige Motive sein mögen (Ich habe zum Beispiel keine Lust meine regelmäßigen Leser zu enttäuschen in dem ich nichts schreibe ;)), sie bringen mich dazu auch regelmäßig aufzuschreiben was mir gelingt. So habe ich im Endeffekt doch ein Positivtagebuch. *g*

Wenn es mir schlecht geht, kann ich mir die guten Einträge durchlesen. Ich kann hier meine Fortschritte verfolgen, meine Entwicklung betrachten und sehen was ich erreicht habe. In welchem Zeitraum ich es erreicht habe.

Ich kann sehen wie lang die schlechten Phasen sind, oder wie schnell sie wieder vorüber sind. Je nach Perspektive 😉

Ich kann die Verwirklichung meiner Ziele, Träume und Wünsche verfolgen. Sehen wie sie sich ändern, wandeln oder verwirklichen.

Es bringt mir also wirklich viel und ich werde dabei bleiben. Garantiert.

Juni 2012

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